27. Januar 2017, 18:49 Uhr

Motiviert und lernwillig

Was brauchen Flüchtlinge, um in Deutschland richtig anzukommen: Sprache, eine Wohnung und, ganz wichtig, Arbeit. Um letztere ging es bei der Auftaktveranstaltung des Projekts »Angekommen – Integration von Flüchtlingen im ländlichen Raum«. Hier bekamen Laubacher Gewerbetreibende Tipps, wie sie Flüchtlinge in ihren Betrieb integrieren können.
27. Januar 2017, 18:49 Uhr
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Aus der Redaktion

Was brauchen Flüchtlinge, um in Deutschland richtig anzukommen: Sprache, eine Wohnung und, ganz wichtig, Arbeit. Um letztere ging es bei der Auftaktveranstaltung des Projekts »Angekommen – Integration von Flüchtlingen im ländlichen Raum«. Hier bekamen Laubacher Gewerbetreibende Tipps, wie sie Flüchtlinge in ihren Betrieb integrieren können.

Nicht nur rechtliche Hintergründe und die Möglichkeiten, Flüchtlinge einzustellen, wurden erläutert. Mitglieder des Freundeskreises Asyl erläuterten auch, aus welchen Berufen die Flüchtlinge kommen, die momentan in Laubach wohnen. Welches Potenzial Flüchtlinge auf dem Arbeitsmarkt entfalten können, machten Praxisbeispiele aus der lokalen Wirtschaft deutlich. Dabei wurde berichtet, dass sich Flüchtlinge in Praktika als sehr motiviert und lernwillig gezeigt hätten. Solche positiven Erfahrungen hat unter anderem der Friseursalon Kircher gemacht. »Natürlich muss klar sein, dass ein Flüchtling, der ein Praktikum absolviert, nicht sofort vollwertig mitarbeiten kann«, sagte Jochen Bantz, der Sozialkoordinator der Stadt. Große Sprachbarrieren gebe es meistens nicht. Das liege auch an der Arbeit des Laubach-Kollegs, das die Flüchtlinge unterrichtet. Schon in einem Jahr könnten die ersten Absolventen mit Realschulabschluss entlassen werden.

»Dann ist die lokale Wirtschaft gefragt, diese jugendlichen Flüchtlinge durch Praktika und Ausbildungsplätze aufzunehmen«, erklärt Ellen Reuther, die Schulleiterin des Laubach-Kollegs, und unterstrich damit die Verantwortung der Gewerbetreibenden.

»Das Thema Integration von Flüchtlingen geht uns alle an, wir sollten gemeinsam daran arbeiten«, betonte auch Bürgermeister Peter Klug. Die Möglichkeiten des Projekts »Angekommen« sollten genutzt werden. Die Stadt Laubach sowie die Sozialkoordinatoren Jochen Bantz und Majid Salhab stehen den Gewerbetreibenden der Stadt für alle Fragen zur Verfügung und wollen gemeinsam mit ihnen individuelle Lösungen finden.



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