30. Oktober 2018, 21:42 Uhr

Mit wenig Geld viel erreicht

30. Oktober 2018, 21:42 Uhr
»Jetzt geht’s los«: Bürgermeister Dirk Haas, Bennet Leins, Jens Heitmann, Andreas Geck, Niklas Buchkamp und Luana Sommer (v. l.) nehmen die Parkour-Anlage in Großen-Buseck offiziell in Betrieb. (Foto: siw)

»Fun-Park«, Festplatz, Mehrzweckplatz – gemeint ist das Gelände in den Rechtenwiesen zwischen dem Feuerwehrgerätehaus und dem Fußballplatz in Großen-Buseck. Mit der Freigabe einer Par- kour-Anlage erhielt das Wort »Mehr« nun eine weitere Bedeutung. Die Trendsportart »Parkour« ist vor drei Jahren aus Großstädten wie Paris und New York nach Buseck herübergeschwappt und wurde zuerst als AG an der Gesamtschule angeboten. Schon bald danach hätten sich der Kinder- und Jugendbeirat (KJB) und einige Sportler eine öffentliche Parkour-Anlage für diese Art des modernen Hindernislaufs gewünscht, berichtete Bürgermeister Dirk Haas. Der Wunsch ist in Erfüllung gegangen: Am Freitag wurde die frei zugängliche und noch ausbaufähige Anlage offiziell eingeweiht.

Für die Errichtung wurden ausschließlich Materialien genutzt, die ohnehin zur Verfügung standen. Die Hindernisse bestehen aus Kanalrohren, Paletten, Holzstämmen, Betonklötzen und aufgestellten Traktorreifen. »Die Mitarbeiter des Bauhofs hatten ihren Spaß daran, mal etwas Kreatives zu machen«, sagte Jens Heitmann, Leiter des Baubetriebshofs. »Mit wenig Geld wurde hier viel erreicht«, betonte Haas.

Kein Betrieb bei Regen und Schnee

»Die Höhe der Hindernisse hält sich aus Sicherheitsgründen in Grenzen,« erklärte Jugendpfleger Andreas Geck. Um das Verletzungsrisiko zu reduzieren, wurden die Hindernisse nicht auf dem asphaltierten Platz, sondern auf der angrenzenden Wiese aufgestellt und teils mit Holzschnitzeln und Gummimatten unterlegt. Fallschutzmatten werden an bestimmten Teilen noch angebracht. Die Planung und Umsetzung der Anlage sei durch Moritz Rotté (Parkour-Übungsleiter) und einen Fachmann für Spielplatzsicherheit begleitet worden. Bei Regen und Schnee darf die Anlage nicht genutzt werden. In der Philosophie des Parkour-Sports haben die Sicherheit und Risikoeinschätzung im Zusammenhang mit der Beherrschung des eigenen Körpers Priorität. »Es geht um die Entwicklung von Selbstvertrauen und die Abschätzung der körperlichen Fähigkeiten«, so Geck. Der KJB und dessen Vorsitzende Luana Sommer haben die Idee entwickelt und die Maßnahme aktiv begleitet. Als sich Par- kour rund um die evangelische Kirche ausbreitete, stieß das laut Haas in Teilen der Gesellschaft nicht auf Gegenliebe. Beim Platz am Ortsrand dürften keine Anwohnerbeschwerden zu erwarten sein. Er sei jedoch nicht als Hunde-Trainingsplatz gedacht, wie einige auf Facebook bereits mutmaßten.

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