29. März 2019, 22:03 Uhr

Medizinzentrum Grünberg: »2020 aber ist der Start sicher«

29. März 2019, 22:03 Uhr
Blick auf eines der Häuser, die im Zuge des Baus eines Medizinzentrums weichen dürften.

Der Handlungsbedarf ist auch in Grünberg unstrittig: Zur Sicherung der ärztlichen Versorgung bedarf es in Zeiten des demografischen Wandels und anderer Lebensentwürfe (Stichwort: Work-Life-Balance) neuer Wege. Seit dem Herbst 2017 laufen daher die Planungen für ein Ärztehaus, genauer ein Medizinzentrum. Angesiedelt werden soll es im Karree zwischen Gießener und Londorfer Straße. Dort hat die Stadt einen Großteil der Gebäude erworben, diese werden dem Neubau weichen.

Mit der Projektierung beauftragte die Verwaltung Ende 2017 das Unternehmen »Ideenwelt Gesundheitsmarkt« (IWG), das auch die bauliche Realisierung und die Trägerschaft des »Gesundheitscampus« übernehmen will. Klar war damals schon: Die Vorbereitung des ambitionierten Vorhabens – Erstellung eines städtebaulichen Konzeptes, Ermittlung der Kosten für Abriss/Sanierung/Neubau, Erarbeitung des Businessplans der Realisierungsgesellschaft, Gewinnung von Investoren und nicht zuletzt von Ärzten – würde Zeit benötigen. Wie sich zeigen sollte: mehr als gedacht. Aus anfangs avisiertem Beginn der Abrissarbeiten 2018 ist nichts geworden.

Bürgermeister Frank Ide erklärte auf GAZ-Nachfrage, man rechne nun in diesem Jahr mit dem Abschluss letzter »vertraglicher Regelungen«. Wesentlich auch hier ist die Gewinnung von Zuschüssen für ein Projekt, das schon bei der Präsentation von der IWG auf »zwölf bis zwölfeinhalb Millionen Euro« geschätzt wurde. Dafür vorgesehene Flächen befinden sich im Sanierungsgebiet »Innenstadt II«, es winken also erhebliche Fördermittel von Bund und Land.

Sofern diese bewilligt würden, so weiter Ide, wirkte sich das natürlich auf den Mietzins für die Arztpraxen, die Physiotherapeutin oder den Apotheker aus. Dass Grünbergs Mediziner weiter interessiert seien, daran hegt der Rathauschef keinen Zweifel: »Die ersten denken bereits an der Verkauf ihrer Praxen.«

Wie er abschließend sagte, werde es – sofern es denn nun nach Plan läuft – noch in diesem Jahr mit einem Teilabriss losgehen. »Sicher aber ist der Start 2020.« (Foto: tb)

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