02. November 2018, 22:42 Uhr

Matt gewinnt

»Nur noch 43-mal schlafen, und schon steht das Christkind vor der Tür!« So mag der eine oder andere Besucher des »Winterzaubers« denken, der den Geschenkestress kurz vor Heiligabend zu vermeiden sucht. Und diesen ersten vorweihnachtlichen Markt der Region in Laubach ansteuert. Oder liegt es doch an der zauberhaften Kulisse des Schlosses im Lichterglanz?
02. November 2018, 22:42 Uhr

Zehn Jahre ist nun her, dass die Event-Agentur »Evergreen« ein Auge auf das Anwesen das Schloss des Grafen zu Solms-Laubach warf. Nach dem Erfolg der Messe »La Villa Cotta« im Frühling legten die Kasseler erst mit dem »Herbstzauber«, 2013 dann mit dem »Winterzauber« nach. Der Erfolg gibt dem Veranstalter recht: »Je nach Wetter kommen zwischen 10 000 bis 15 000«, versichert »Evergreen«-Projektleiter Fabian Hartung.

Bereits am gestrigen Freitagnachmittag herrscht dichtes Gewusel auf Schloss Laubach, nicht nur im weitläufigen Hof, auch in der Herrenscheune, der Alten Küche oder am Rosenrondell. Die Aussteller, einige aus dem benachbarten Ausland, dürften daher schon am ersten Tag gute Geschäfte gemacht haben. Zumal das Publikum kaufkräftiger als anderswo ist. Dafür spricht schon die Bereitschaft, vor dem ersten Einkauf erstmal 9 Euro Eintritt zu zahlen.

Die Kundschaft kommt aus einem weiteren Umkreis, viele aus dem Rhein-Main-Gebiet, wie die Auto-Kennzeichen verraten. »Wir bewerben die Messe zwischen 50 und 100 Kilometer von Laubach entfernt«, verrät Hartung.

Als langjähriger Projektleiter weiß er inzwischen von so manchen Stammgästen, für die »Laubach« zum festen Termin im Jahreskalender geworden ist. Der »Winterzauber« hebe sich nun mal von vielen Konkurrenzveranstaltungen ab. Wegen des einmaligen Ambientes, des breitgefächerten Angebotes an Weihnachtsdeko, Kunsthandwerk, wegen der kulinarischen Leckerbissen und, und, und.

Über 100 Händler sorgen dafür. Mehr geht nicht. Etwa jeder zweite Bewerber komme nicht zum Zug, sagt Fabian Hartung.

 

Zimtsterne aus Kokos

 

Und macht auf ein weiteres Gütemerkmal aufmerksam: »Wir legen großen Wert auf die Präsentation der Stände, achten noch auf das kleinste Detail und kontrollieren das auch, gerade bei Erstbewerbern.« Erleuchtete Herrnhuter Sterne auf den Pagodenzelten, Girlanden allüberall oder die 120 übers ganze Areal verteilten und geschmückten »Echttannen« stehen dafür.

Die Besucher – mal mehr, mal weniger an Weihnachten interessiert – freuten sich darauf, erste Geschenke oder Dekoartikel für die Ausgestaltung des Festes im eigenen Heim zu erstehen. Für jeden Geldbeutel sei etwas dabei. Ebenso Ideen zum Selbermachen gebe es zuhauf, etwa für Adventsgestecke oder Kalender. »Für all das ist jetzt die richtige Zeit«, weiß der Projektleiter.

Denn der Andrang gibt ihm recht. Sei es an den Ständen mit den Seifen in allen Farben oder dem verführerisch duftenden finnischem Flammlachs. Sei es bei der Verkäuferin von hochwertigen Alpaka-Strickwaren oder dem Anbieter von Wohninterieur der höheren Preisklasse. Nicht zu vergessen die neuartigen Amaryllis-Knollen in Wachs: »Die benötigen weder Erde noch Wasser«; versichert der Verkäufer mit dem grünen Daumen. Ob sie auch blühen? »Was soll diese Frage!«

Renner seit Langem ist alles, was unter der Marke »Vintage« daherkommt. Bestätigung dafür erhält, wer sich am Stand von Carolin Appel erkundigt. Weihnachtsschmuck ist das Metier der jungen Frau aus dem nahen Schotten. Dafür reist sie weit, durch halb Europa, vor allem Italien und Frankreich, lässt aber auch Dorfflohmärkte im Vogelsberg nicht aus. Immer auf der Suche nach »antiken« Dekoartikeln. Eine Besonderheit sind die mundgeblasenen Christbaumkugeln in Zapfenform, gut 100 Jahre alt seien die.

Carolin Appel hat natürlich auch Waren jüngeren Datums in der Auslage. Vieles wird aus Naturmaterialien gefertigt, kleine zimtfarbene Sterne gehen offenbar gut an diesem frühen Freitagabend. Auch wenn sie aus Kokosschalen sind. Was in diesem Jahr der Renner sei, womit sie vor allem glänzende Geschäfte auf den Märkten mache? »Weihnachtsbaumkugeln in matt, die sind jetzt schon alle weg.«

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