20. November 2018, 22:18 Uhr

Markus Grimm spricht über »Italien in Europa«

20. November 2018, 22:18 Uhr
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Aus der Redaktion

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe »Italienische Kontraste«, die die Deutsch-Italienische Gesellschaft Mittelhessen und der KuKuK Wettenberg seit Ende Oktober in der KuKuK-Halle veranstalten, berichtete der Politikwissenschaftler Markus Grimm von der Justus-Liebig-Universität Gießen über »Italien in Europa – Kontraste und Harmonien«.

Damit sollten die Zuhörer einen politikwissenschaftlichen, objektiven Blick auf die politische Situation Italiens gewinnen. Das Bild von Italien sei nicht mehr das der 80er Jahre, führte DIG-Vorsitzende Rita Schneider-Cartocci in den Vortrag ein. Man brauche einen differenzierten Blick und sollte nicht nur der Presse glauben. Grimm erläuterte die Situation in Italien vor und nach den Parlamentswahlen Anfang März, bevor die Gäste sich an der regen Diskussion beteiligten. Dabei wurde die Bedeutung Italiens für Europa und ebenfalls Europas für Italien betont. Schneider-Cartocci erklärte, dass Italien aus der EU nicht austreten wolle. Man verlange Reformen in der EU, die man nur erreichen könne, wenn man zusammensitze und diskutiere. Die Italiener wünschten sich bessere Lebensbedingungen in Europa und eine EU für die Bürger und nicht für die Banken. Grimm äußerte die Meinung, dass die italienischen Regierungen der vergangenen Jahre unter Renzi und Gentiloni von der EU besser hätten unterstützt werden sollen. Außerdem sollten die Italiener viel mehr in den europäischen Institutionen mit eingebunden werden, da mehr Austauschmöglichkeiten mit Italien wichtig seien.



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