22. Februar 2019, 18:00 Uhr

Bürgermeisterwahl

Licher SPD will Kandidaten Ende März präsentieren

Die CDU hat mit Christian Knoll ihren Kandidaten für das Bürgermeisteramt in Lich präsentiert. Die SPD sucht derweil noch nach ihrem Kandidaten.
22. Februar 2019, 18:00 Uhr
Als erste der Licher Parteien steigt die CDU in den Bürgermeisterwahlkampf ein. Fraktionsvorsitzender Markus Pompalla und Stadtverbandsvorsitzende Josefine Lischka sind überzeugt, mit Christian Knoll aus Staufenberg den richtigen Kandidaten gefunden zu haben. Er ist bislang der einzige Bewerber um die Nachfolge des SPD-Mannes Bernd Klein. (Foto: us)

Die CDU hat vorgelegt. Mit der Vorstellung ihres Bürgermeisterkandidaten Christian Knoll hat sie am Donnerstag den Wahlkampf eröffnet. Aber wer wird gegen den Mann aus Staufenberg antreten? Bei dieser Frage richten sich aktuell alle Augen auf die SPD, die seit 2008 sehr erfolgreich den Chef im Licher Rathaus stellt. »Wir haben den Anspruch, einen eigenen Kandidaten zu stellen«, stellte SPD-Vorsitzender Dr. Julien Neubert bereits im November klar, nachdem Bürgermeister Bernd Klein seinen Verzicht auf eine dritte Amstzeit öffentlich gemacht hatte.

Doch noch ist der Findungsprozess der Sozialdemokraten, die nach der letzten Kommunalwahl in der Stadtverordnetenversammlung eine Große Koalition mit der CDU geschmiedet haben, nicht abgeschlossen. Bis Ende März wolle der Vorstand der Mitgliederversammlung einen Vorschlag unterbreiten, sagt Neubert. »Wir halten uns an unsere demokratischen Verfahren.« Die SPD hatte nach Kleins Rückzug zunächst die Mitglieder über das weitere Procedere informiert und eine Kandidatenfindungskommission eingerichtet, die mögliche Bewerbungen sondierte. Nun ist der Vorstand am Zug. Etwas anderes als ein transparentes Verfahren sei mit einer urdemokratischen Partei nicht zu machen, sagt Neubert. Es sei vielleicht nicht der schnellste Weg, aber entscheidend sei ein gutes Ergebnis.

FW ohne Bewerber aus den eigenen Reihen

Die anderen Parteien warten indes den Ausgang dieses Findungsprozesses gespannt ab. Bei den Freien Wählern herrscht zumindest in einem Punkt Klarheit. Sie werden keinen Bewerber aus den eigenen Reihen stellen. »Wir hätten Leute mit Potenzial gehabt«, sagt FW-Vorsitzender Josef Benner. Aber alle hätten sich nach reiflicher Überlegung und Abwägung der persönlichen Lebensumstände gegen eine Kandidatur entschieden. »Wir betreiben keine aktive Suche mehr«, erläutert Benner. Doch wenn ein ernst zu nehmender Bewerber von außen auf die Freien Wähler zukäme, würde man neu überlegen. Auch die Unterstützung eines Kandidaten einer anderen Partei sei denkbar. Unter einer Voraussetzung: »Der Vorschlag muss überzeugend sein.« Lich stehe gut da, findet Benner. »Dieses Niveau zu halten, ist keine einfache Aufgabe.«

Ähnlich äußert sich für die FDP Dennis Pucher. »Wichtig ist, dass die Kommune gut weitergeführt wird.« Man werde sich die zur Verfügung stehenden Bewerber genau anschauen und dann in einer Mitgliederversammlung das weitere Vorgehen beraten. Gleiches gilt für die Grünen. Eine abschließende Entscheidung stehe noch aus, sagt Fraktionsvorsitzender Michael Pieck.

Die CDU trifft unterdessen erste Vorbereitungen für den Wahlkampf. »Wir werden alles investieren, was uns lieb und teuer ist«, sagt Stadtverbandsvorsitzende Josefine Lischka. Also Zeit und Geld.

Heringsessen zum Auftakt bei der CDU

Den Auftakt wird das Heringsessen beim Politischen Aschermittwoch im Dorfgemeinschaftshaus Bettenhausen bilden. In den folgenden Monaten will sich Christian Knoll in Lich bekannt machen. Sein Wahlkampf werde »eher keine Tour durch die Dorfgemeinschaftshäuser« werden. Der 40-jährige Diplom-Verwaltungswirt setzt auf kleinere Formate in privatem Kreis und auf Haustürbesuche. Damit hat er in anderen Wahlkämpfen in Staufenberg schon Erfahrung gesammelt. »Ich weiß, dass das Spaß macht.«

Soziale Medien will er ebenfalls nutzen, »aber sinnvoll«. Der persönliche Kontakt sei ihm wichtiger. »Ich bin auch neugierig auf Menschen, die nicht in der CDU sind.« Im Wahlkampf wolle er zeigen, dass er integrieren kann. »Ich will für mich werben und nicht gegen andere«, unterstreicht er. Auch Fraktionsvorsitzender Markus Pompalla setzt auf fairen Wettbewerb im Wahlkampf. »Die Parlamentsarbeit soll nicht darunter leiden.«

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