04. April 2017, 08:00 Uhr

Krofdorfer Kita

Letzter Knackpunkt: Das Geld

Die zusätzliche Kita-Gruppe in Krofdorf-Gleiberg soll ab Herbst im Jugendhaus unterkommen. Nun geht es um die Finanzierung – 215 000 Euro müssen aufgebracht werden.
04. April 2017, 08:00 Uhr
Im »Jugendhaus« (links) auf dem Gelände des Gemeindezentrums der evangelischen Kirchengemeinde Krofdorf-Gleiberg wird wohl noch in diesem Jahr eine zusätzliche Kita-Gruppe ihren Betrieb aufnehmen. (Foto: sel)

Die notwendige zusätzliche Kindergartengruppe in den Räumen der evangelischen Kirchengemeinde in Krofdrof-Gleiberg soll noch in diesem Jahr kommen. Nach der einhellig zustimmenden Kenntnisnahme der einschlägigen Berichte aus dem Sozial- sowie aus dem Haupt- und Finanzausschuss durch die Gemeindevertretung bestehen kaum noch Zweifel an der Realisierung der Überlegungen.

Denn diese Variante – von theoretisch und auch praktisch durchaus möglichen weiteren Alternativen innerhalb Wettenbergs und sogar im Ortsteil Krofdorf-Gleiberg selbst – ist die einzige, die zeitnah umgesetzt werden kann. Nur im Jugendhaus des Gemeindezentrums hinter der Katharinenkirche kann die zusätzliche Kita-Gruppe, die organisatorisch und konzeptionell an den Kindergarten »Schatzkiste« an der Hauptstraße angebunden wird, noch im Herbst dieses Jahres in Betrieb genommen werden. Aber nicht nur der zeitlichen Argumente wegen fanden die Sprecher aller Fraktionen lobende Worte für das Vorhaben. Die evangelische Kirchengemeinde Krofdorf-Gleiberg ermöglichte mit ihrem Angebot, das Jugendhaus für diese Zwecke zur Verfügung zu stellen, schnelles und zielgerichtetes Handeln.

Für Andrea-Barbara Walker (CDU) gibt es keine andere Lösung. Der Vorschlag sei »sinnvoll, zeitnah und kostengünstig« umsetzbar. Allerdings bedürfe es einer genauen und gerechten Aufteilung der Kosten zwischen Kirchen- und Zivilgemeinde.


Schnell Förderantrag ans Land schicken

Ähnlich sieht es Karl Fiedler (FW). Er wies auf den Zeitdruck und die Alternativlosigkeit des Vorhabens hin. Mit der Kirchengemeinde müsse nun zügig weiterverhandelt werden. Der Investitionsaufwand der Kommune müsse sich letztlich im Mietpreis und damit im Mietvertrag wiederfinden. Für die SPD begrüßte Kai Daubertshäuser die angestrebte Lösung ausdrücklich. Sein Dank ging auch Richtung »Schatzkiste«, die sich zur Übernahme von Verantwortung und zur Erarbeitung eines Konzeptes für die der Schatzkiste angegliederte »Außengruppe« im Jugendhaus bereiterklärt hat.

Laut Beschluss der Gemeindevertretung bleibt die Angelegenheit »zur weiteren Begleitung« in den beiden Fachausschüssen, die sich in ihrer nächsten Sitzungsrunde erneut mit dem Vorhaben beschäftigen werden. Zuvor wird der Gemeindevorstand, so der Auftrag der Gemeindevertretung, weitere Verhandlungen mit der Kirchengemeinde führen. Unter anderem dergestalt, dass, so Bürgermeister Thomas Brunner, zügig die notwendigen Anträge auf Bezuschussung beim Land gestellt werden. Diese Antragsfrist läuft Ende April ab. Mindestens 30 000 Euro seien dort zu erwarten. Maximal könnten es 60 000 Euro werden, was aber von der Höhe der zuschussfähigen Baukosten – unter oder über 170 000 Euro – abhänge.


215 000 Euro notwendig

Laut vorliegender Kostenrechnung des Architekturbüros Seidel und Muskat sind insgesamt 215 000 Euro für den Anbau eines Windfanges als Teil des neuen Eingangsbereiches sowie den notwendigen Umbau des Saales und der Sanitärräume erforderlich. Laut Bürgermeister ist eine »saubere Trennung der Kosten unstrittig«. Das sei auch Standpunkt der Kirchengemeinde. Beide Seiten strebten eine 15-jährige Laufzeit der Vereinbarung an, bei der die Kirchengemeinde das Gebäude zur Verfügung stelle und die Kita-Gruppe weiterhin von der Zivilgemeinde getragen werde.

Er, Brunner, habe allen betroffenen Eltern, die einen Kita-Platz wünschen, die grundsätzliche Zusage bereits erteilt. Dies nicht zu tun, sei für ihn keine Option gewesen. Denn er gehe optimistisch davon aus, dass die zusätzliche Gruppe, wie von allen Beteiligten gewünscht, noch dieses Jahr in Betrieb geht. Sollte dies dennoch nicht der Fall sein, könne die Gemeinde kurzfristig und übergangsweise Alternativen zur Verfügung stellen – allerdings dann nicht in Krofdorf-Gleiberg, sondern im Wißmarer Kindergarten Am Weinberg. Dieser werde wegen des Neubaus zwar aufgegeben, habe aber dennoch die Konzession und könnte daher einem eventuellen Notfall abhelfen.

Die Gemeindevertretung geht aber nicht von diesem Fall, sondern von der (recht)zeitigen Umsetzung der Außengruppe im Jugendhaus der Kirchengemeinde aus. Hierzu ist allerdings laut Bürgermeister Brunner eine abschließende Entscheidung spätestens in der Parlamentssitzung vom 18. Mai nötig, einschließlich der Bereitstellung erforderlicher Haushaltsmittel.

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