20. Februar 2018, 21:02 Uhr

Langgöns soll digital werden

20. Februar 2018, 21:02 Uhr

Ohne Beschlussempfehlung gingen die Mitglieder des Haupt-, Finanz- und Gleichstellungsausschusses (HFGA) der Gemeinde Langgöns am Ende ihrer Sitzung am Montagabend im Bürgerhaus auseinander. Zuvor haben sie sich gründlich über die Einrichtung öffentlich zugänglicher WLAN-Hotspots im Gemeindegebiet informiert. Auch ein elektronisches Ratsinformationssystem war Thema der Ausschusssitzung.

Hans-Otto Gerhard, Stabsstellenleiter beim Landkreis Gießen, gab einen Überblick über die Möglichkeiten zur Einrichtung von Hotspots in der Gemeinde und seinen Ortsteilen. Dabei wies Gerhard auf den bestehenden Rahmenvertrag zwischen dem Land Hessen und dem kommunalen IT-Dienstleister ekom21 hin, der das Ziel hat, den WLAN-Aufbau in den Gemeinden zu fördern.

Auch im Rahmen dieses Vertrages können Fördermittel vom Land in Höhe von bis zu 10 000 Euro erhalten werden. Gerhard erklärte in diesem Zusammenhang aber zudem, dass Fördermittel auch bei der Kooperation mit einem weiteren Anbieter beantragt werden können. Außerdem könnten Fördermittel der EU in Anspruch genommen werden. »Diese betragen 15 000 Euro und werden im ›Windhundverfahren‹ (wer zuerst kommt, mahlt zuerst) verteilt«, berichtete Bürgermeister Horst Röhrig und schlug dann vor: »Wir werfen bei der EU den Hut in den Ring.« Allerdings solle auch die Möglichkeit der Ausschreibung genutzt werden.

Darüber, wo die einzelnen Zugangspunkte installiert werden, herrschte weitgehend Einigkeit: In den Bürgerhäusern, in den größeren Sporthallen (Langgöns, Oberkleen) sowie im Rathaus.

Einig waren sich die Ausschussmitglieder auch darüber, die finanziellen Belastungen so gering wie möglich zu halten. So hatte Hans Dern (Grüne) bei einem Anbieter die jährlichen Kosten auf 15 000 Euro beziffert: »Das ist zu viel, das wollen wir nicht.« Damit erntete er nicht nur beim Bürgermeister Zustimmung. Der Ausschussvorsitzende Jürgen Knorz schlug vor, dass sich die einzelnen Fraktionen noch einmal eingehend damit beschäftigen sollten, damit sie auf der nächsten HFGA-Sitzung für einen Beschluss abstimmen können.

Anschließend gab Stefan Hilberg, Abteilungsleiter in der Gemeindeverwaltung, einen Überblick über das digitale Ratsinformationssystem, mit der eine weitgehend papierlose Kommunikation in der Gemeindeverwaltung, aber auch in den Gremien der Kommunen erreicht werden kann. Die Anschaffungskosten betragen laut Hilberg 4800 Euro, die laufenden Kosten zwischen 600 und 1200 Euro im Jahr.

Fördermittel von Land und EU

Bürgermeister Röhrig ergänzte Hilbergs Ausführungen dahingehend, dass im Sommer eine Erprobungsphase starten und das System dann am 1. Januar 2019 freigeschaltet werden könnte. Bei diesem System müsse aber auch die Rechtssicherheit gewährleistet sein. Beispielsweise bei Einladungen zu den einzelnen Sitzungen der Gemeindevertretung oder die der Ausschüsse. »Dazu muss die Satzung angepasst werden«, stellte Knorz fest und erteilte dem Ausschuss damit eine weitere Aufgabe.

In der Sitzung am 23. April soll dann eine Beschlussempfehlung ausgesprochen werden, über die dann alle Gemeindevertreter in ihrer Sitzung am 3. Mai zu entscheiden haben.

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