06. Januar 2013, 18:13 Uhr

Landkreis zeigt Illustrationen wider den Alkoholmissbrauch

Gießen (pm). Alkohol-Kriegerin, gestürzte Ballprinzessin, blaue Sportler: Die besten Plakate gegen das »Komasaufen« kommen nach Gießen. Die Kreisverwaltung zeigt von Mittwoch, 9. Januar, an eine Wanderausstellung der Krankenkasse DAK zum steigenden Alkoholmissbrauch von Jugendlichen.
06. Januar 2013, 18:13 Uhr

Unter dem Motto »bunt statt blau« hatten sich 2012 mehr als 15 000 Schüler aus Deutschland mit Bildern und coolen Sprüchen an einem Wettbewerb beteiligt. Derzeit sind die 32 Motive der Landesgewinner und Sonderpreise »Junge Künstler« auf Tour, um über die Gefahren beim Rauschtrinken aufzuklären. So ist zum Beispiel das Plakat der beiden Bundessiegerinnen aus Thüringen eine provokante »Kriegserklärung« an den Alkohol mit einem bunt bemalten Mädchen-Gesicht.

Hintergrund der Kampagne: Jedes Jahr landen rund 26 000 Kinder und Jugendliche mit Alkoholvergiftungen im Krankenhaus. Nach einer aktuellen Studie beteiligen sich 40 Prozent aller Schüler regelmäßig am Rauschtrinken. »Verbote lösen das Problem nicht«, erklärt Ottmar Hönig, Chef der DAK in Gießen. »Im Kampf gegen den Alkoholmissbrauch sind Jugendliche selbst die glaubwürdigsten Botschafter. Ein Schock-Plakat von ihnen sagt oft mehr als Info-Flyer oder Vorträge.« Erster Kreisbeigeordnete Dirk Oßwald sieht einen guten Ansatz: »Die jungen Künstler sprechen eine klare und oft drastische Sprache und verurteilen das sogenannte Komasaufen. Mit ihren Plakaten bekennen sie Farbe und decken die dunklen Seiten des Alkoholmissbrauchs schonungslos auf.« Daher begrüße er als Jugend- und Gesundheitsdezernent es sehr, dass die Ausstellung nun Station in Gießen macht.

Die Schirmherrschaft für »bunt statt blau« hat die Bundesdrogenbeauftragte Mechthild Dyckmans. Sie nennt es wichtig, dass auch in Schulen über den verantwortungsbewussten Umgang mit Bier, Schnaps und Wein gesprochen werde. Der aktuelle Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung stellt die Aktion »bunt statt blau« als beispielhafte Präventionskampagne vor.

Die Plakate sind bis zum 16. Januar in der Kreisverwaltung am Riversplatz, Gebäude F, 2. Stock zu sehen (Montag bis Freitag, 8 bis 15 Uhr). Gruppen oder Schulklassen melden sich bei Pressereferentin Meike Bartz unter Telefon 06 41/93 90-14 60 an.



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