Kreis Gießen

Lahnauer hoffen auf eine Replik des Pferdekopfes

Lahnau (ür). Erleichtert hat der Förderverein Römisches Forum auf die neueste Mitteilung des Landesgerichts Limburg reagiert – und setzt Hoffnungen da hinein. Das Gericht hat bekanntgegeben, dass der nächste Kammertermin zum Sensationsfund von Waldgirmes am 14. September angesetzt ist. Der Vorsitzende des Römischen Forums, Wilfried Paeschke, hofft, dass es dann endlich eine Einigung des Landes Hessen mit Landwirt Thomas Reeber gibt, auf dessen Grundstück der 2000 Jahre römische alte Pferdekopf gefunden wurde. Sobald der vergoldete Schädel für die Öffentlichkeit frei gegeben ist, erwartet der Förderverein steigendes Interesse an der Geschichte von Waldgirmes. Allerdings werde der Original-Kopf wohl nicht mehr nach Waldgirmes zurückkehren. Vielmehr bestehe die Möglichkeit, dass das Land Hessen eine Replik die einzige Kopie, an die Gemeinde Lahnau gebe. Die Ausstellung dieses Fundes könnte bundesweites Interesse hervorrufen. Darauf warte man nun bereits seit neun Jahren.
22. April 2018, 23:05 Uhr
Lothar Rühl
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Eine Replik des Reiterstandbildes im Römischen Forum Lahnau. (Foto: ür)

Lahnau (ür). Erleichtert hat der Förderverein Römisches Forum auf die neueste Mitteilung des Landesgerichts Limburg reagiert – und setzt Hoffnungen da hinein. Das Gericht hat bekanntgegeben, dass der nächste Kammertermin zum Sensationsfund von Waldgirmes am 14. September angesetzt ist. Der Vorsitzende des Römischen Forums, Wilfried Paeschke, hofft, dass es dann endlich eine Einigung des Landes Hessen mit Landwirt Thomas Reeber gibt, auf dessen Grundstück der 2000 Jahre römische alte Pferdekopf gefunden wurde. Sobald der vergoldete Schädel für die Öffentlichkeit frei gegeben ist, erwartet der Förderverein steigendes Interesse an der Geschichte von Waldgirmes. Allerdings werde der Original-Kopf wohl nicht mehr nach Waldgirmes zurückkehren. Vielmehr bestehe die Möglichkeit, dass das Land Hessen eine Replik die einzige Kopie, an die Gemeinde Lahnau gebe. Die Ausstellung dieses Fundes könnte bundesweites Interesse hervorrufen. Darauf warte man nun bereits seit neun Jahren.

Um für das steigende Interesse gerüstet zu ein, brauche Waldgirmes ein Besucherzentrum in unmittelbarer Nähe zum Römischen Forum. Derzeit liege dem Förderverein ein schlüsselfertiges Angebot für das Zentrum in Holzbauweise über 700 000 Euro vor. Spenden und Zusagen von Fördergeldern liegen bei 600 000 Euro. Paeschke hofft, dass die Nachricht vom Landgericht weitere Finanzzusagen auslöst, beispielsweise auch von heimischen Unternehmen. Zwei große Spendenaktionen hätten nicht den erhofften Erfolg gebracht. Die Mitglieder beschlossen trotz der Finanzierungslücke einen Architekten für die Detailplanung zu beauftragen. »Bis zum nächsten Jahr soll es möglich sein, das Besucherzentrum zu realisieren«, gab sich Paeschke als Chef des 200 Mitglieder starken Fördervereins hoffnungsvoll. Immerhin stehe der Fund von Waldgirmes auf gleicher Stufe mit dem Keltenfürst in Glauberg und der Himmelsscheibe von Nebra.

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