14. Februar 2018, 21:38 Uhr

»Kunst ist meine Sprache«

14. Februar 2018, 21:38 Uhr
Silke Trunk (r.) und Landrätin Anita Schneider bei der Eröffnung der Ausstellung »Kunst ist meine Sprache«. (Foto: pm)

In der Ausstellung »Kunst ist meine Sprache« im Landratsamt am Riversplatz zeigt Silke Trunk Zeichnungen und Gemälde. Der Künstlerin, die mit ihrer Familie in der Wetterau lebt, ist eine detailgenaue und naturnahe Darstellung ihrer Themen oder Objekte wichtig. Während ihrer Ausbildung an der Kunstakademie von Faber-Castell in Nürnberg und an der Kunstakademie in Bad Reichenhall entdeckte sie das Zeichnen mit dem Bleistift für sich.

»Kunst gehört nicht nur in Museen, sondern auch ins alltägliche Leben«, sagte Landrätin Anita Schneider bei der Eröffnung der Kunstausstellung von Silke Trunk. Mehr als 15 Ausstellungen fanden am Gießener Riversplatz seit dem Einzug im Jahr 2009 bereits in Gebäude F statt.

Im Jahr 2013 entstand die erste sogenannte erzählende Zeichnung von Silke Trunk als künstlerische Form der kritischen Auseinandersetzung mit politischen oder gesellschaftlichen Themen. Dazu recherchiert die Künstlerin ausführlich und fügt dann ihre persönlichen Assoziationen zu einem Gesamtwerk zusammen: »Die Arbeiten entstehen wie am Reißbrett. Ich stelle verschiedene Elemente zusammen, Neues kommt hinzu, anderes wird verworfen, bis die Aussage stimmt und das enthalten ist, was mich beim jeweiligen Thema beschäftigt.«

Das »Zeitfenster 2012 – Fabrikbrände in Bangladesch« etwa zeigt eine Näherin in landestypischer Kleidung an der Nähmaschine. Außerdem sind Nähmaterialien zu sehen und ein Mann, der klagend ein Bild seiner Frau in den Händen hält, sowie ein Kind, das an einem Wasserrohr auf einer Müllkippe seinen Durst stillt. Models auf dem Laufsteg und eine Frau mit vielen Einkaufstüten symbolisieren Konsum und Modeindustrie. Außerdem hat Silke Trunk einen Sportschuh gezeichnet und festgehalten, wer wie viel vom Endpreis des Schuhs erhält.

Für ihre Reihe »Indien zwischen Tradition und Moderne« hat Trunk ein indisches Mädchen porträtiert, das im Rahmen des Schüleraustauschprogramms des Rotary Clubs in Nidda war. Sie zeigt die junge Frau sowohl in traditioneller indischer Kleidung als auch in moderner Kleidung. Angetan hat es der Künstlerin auch der Jugendstil. Inspiriert durch die Ausstellung »Elemente des Jugendstils« im Bad Nauheimer Sprudelhof, hat sie sich mit den Facetten des Jugendstils in der Wetterau auseinandergesetzt.

Die Ausstellung wird noch bis Ende Mai in der Kreisverwaltung am Riversplatz im ersten Stock von Gebäude F gezeigt. Geöffnet ist sie von Montag bis Donnerstag, 8 bis 16 Uhr, und freitags von 8 bis 14 Uhr.

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