01. September 2017, 20:26 Uhr

Kunst für die Menschenrechte

01. September 2017, 20:26 Uhr
Otmar Alt (l.) und Hartmut Miethe.

Im Rahmen der großen Otmar-Alt-Ausstellung, die in der Stadtkirche und im Museum im Spital stattfindet, gab es nun ein Gespräch mit dem Künstler vor einer interessierten Zuhörerschar. Geführt wurde es von Pfarrer i.R. Hartmut Miethe im Museum im Spital. Alt ging auf seine Biografie ein und verdeutlichte, wie sich das Thema der christlichen Religion in seinen Lebenslauf und in seine Künstlerlaufbahn einfügte. Deutlich konnte man spüren, dass Alt jede gesetzliche Auslegung der Religion fremd ist. Ihm geht es darum, die kreativen Gaben, die Gott dem Menschen mitgegeben hat, freizusetzen und zu fördern. Er selbst hat seine Kreativität in vielen Zusammenhängen entfalten können, zum Beispiel auch in der künstlerischen Zusammenarbeit mit Glasbläsereien. Seine Offenheit für immer wieder neue Experimente verleiht dem Künstler eine beeindruckende Vitalität und hat ihm höchste Anerkennung zuteil werden lassen.

Miethe bezog immer wieder Fragen aus dem Besucherkreis in das Gespräch mit ein. Sehr lebendig schilderte Alt seine jüngste Begegnung mit Papst Franziskus in Rom. In der Förderung der Würdigung der Menschenrechte sieht er sich als Künstler gefordert und möchte auch hier weitere Impulse mit seiner Stiftung setzen.

Schade war aber doch, dass innerhalb der Stadt die Tatsache, dass ein so bedeutender Künstler wie Alt den Weg nach Grünberg gefunden hatte, nicht eine größere Resonanz gefunden hat.

Die Ausstellung »Luther – Der Verkünder« und »500 Jahre Reformation« endet am 10. September. Letztmals ist sie am Samstag von 15.30 bis 16.30 Uhr und am Sonntag von 14.30 bis 16.30 Uhr zu sehen.

Deftige Reden von Luthers Frau

Das kommende Wochenende ist zudem mit zwei weiteren Höhepunkten gespickt: Am Freitag, 8. September ist das »Duo Sovela« im Museum im Spital zu Gast. Um 19 Uhr tritt es in der Hospitalkirche mit dem Live-Hörspiel »Bist du sicher, Martinus? Die Tischreden der Katharina Luther« auf.

In den 1980er Jahren schrieb Christine Brückner das gleichnamige Werk. Ein fiktiver, wortgewandter Monolog, feministisch und deftig in der Wortwahl. Dieser Monolog wirft einen anderen, spannenden Blickwinkel auf die Person Martin Luther: Wie sah sein Alltag und Familienleben aus? Was war er für ein Mensch? Welche Charaktereigenschaften waren ihm zu eigen? Was war er für ein Ehemann? Dies und vieles mehr erfährt das Publikum während der Aufführung aus der Sicht seiner Ehefrau Katharina Luther.

Anna Sophia Backhaus hält die Tischreden und schlüpft dabei in die Rolle der Gattin des großen Reformators. Deftig, herzhaft, doch immer mit dem Sinn für die leisen Zwischentöne. Begleitet wird der wortgewandte Monolog von Verena Jochum auf der Harfe. Gemeinsam wollen sie eine einmalige Inszenierung erschaffen.

Am Samstag, 9. September, findet um 17 Uhr im Sonderausstellungsraum die Buchvorstellung »Luthers große Türkenschriften« statt. Das 2017 herausgegebene Buch wurde von Benedikt Klein und Bernhard Streck verfasst. (Foto: dis)

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