09. April 2019, 22:33 Uhr

Künftiges Stadtprofil festgelegt

09. April 2019, 22:33 Uhr

Die SPD Linden hat am Freitag ihren Vorstand neu gewählt und ein soziales und ökologisches Profil für die Entwicklung der Stadt in den kommenden zwei Jahren festgelegt.

Stichpunkte sind laut einer Pressemitteilung: kostenfreie Bildung – einen ersten Schritt zur Senkung der Beiträge für die Kindertagesstätten habe Linden gemacht; bezahlbare Wohnungen; eine verstärkte Zusammenarbeit von Kindergärten, Schulen und Vereinen, um Freude an Bewegung noch stärker im Leben junger Menschen zu verankern; ein barrierefreies Linden; ein mobileres Linden, in dem Menschen freiwillig auf ihr Auto verzichten; die Anschaffung und der Betrieb eines Bürgerbusses und die Anbindung der Stadt an das Busnetz der Stadt Gießen. Der Ortsvereinsvorsitzende Frank Steibli konnte in seinem Rechenschaftsbericht auf ein Jahr zurückblicken, das geprägt war von zwei Wahlkämpfen.

Ein Novum in der Ortsvereinsgeschichte sei der gemeinsame Bürgermeisterwahlkampf mit Grünen, FDP und Freien Wählern gewesen. Großes Thema sei dabei die Wegeumlegung an der Grube Fernie gewesen. Tiefes Unverständnis herrsche bei den Sozialdemokraten darüber, dass die CDU, die am Oberhof für einen Autobahnanschluss eine große Menge Bäume fällen wolle, nunmehr selbst um jeden Strauch an der Grube Fernie kämpfe. Auch wenn die Bewertung der Grube Fernie als FFH-Gebiet gut sei, so könne sie durch diese beschlossene Maßnahme für die Zukunft noch besser gemacht werden.

 

Steibli: Verhandlungen verschleppt

 

Im Übrigen hätten durch das Bündnis von SPD, Grünen, Freien Wählern und FDP die Straßenausbaubeiträge abgeschafft und der Neubau der Turnhalle der Anne-Frank-Schule beschlossen werden können. Letzteres sei durch die Lindener Rathausspitze über Jahre hinausgezögert, die Verhandlungen mit dem Kreis verschleppt worden. »Nun müssen wir mehr Geld auf den Tisch legen als nötig«, so Steibli.

Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Er setzt sich nach den Wahlen wie folgt zusammen: Vorsitzender: Frank Steibli, Stellvertreterinnen: Gudrun Lang, Antje Markgraf, Schriftführer: Uwe Markgraf, Kassierer: Wolfgang Gath, Referentin für Öffentlichkeitsarbeit: Ellen Buchborn-Klos. Beisitzer: Sigrid Weitze (neu), Horst Weitze, Hermann Döll, Dirk Seim, Dirk Schimmel, Nico Neufeld.

Die Lindener SPD äußert sich auch zum Wegzug der Unternehmen Klarna und Computech in Richtung Gießen. »Unabhängig von politischen Auffassungsunterschieden war es genau diese Form von Schlafmützigkeit an der Spitze des Lindener Rathauses, die uns angespornt hatte, dort mit Felix Koop frischen Wind hinein zu bekommen«, erklärt Steibli. Der Wegzug der Firmen, die Millionensummen an Gewerbesteuer in die Kasse gespült haben, sei somit »doppelt bitter für die Stadt und ihre Bürger.«

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