Im Herbst wird eine neue Kindergartengruppe im Jugendhaus der evangelischen Kirchengemeinde eingerichtet – organisatorisch und konzeptionell eingebunden an die kommunal betriebene Kindertagesstätte Schatzkiste in der Hauptstraße. Ob der Betrieb allerdings gleich mit Beginn des neuen Kindergartenjahres im August aufgenommen werden kann oder sich der Start um einige Wochen nach hinten verschiebt, muss man sehen. Das hängt davon ab, wie schnell nach der Ausschreibung der Arbeiten die Handwerker dafür zu bekommen sind, die Räume für das Betreuen von Kleinkindern herzurichten. Damit es zu keinem Betreuungs-Engpass kommt, hat die Gemeinde noch den ab Sommer leer stehenden Kindergarten am Weinberg in der Hinterhand, der durch einem Neubau am Hainer Weg ersetzt wird.

Die Gemeinde wird in Krofdorf damit quasi Mieter der Kirche. Letztere hat erst einmal Abstand genommen von früheren Überlegungen, selbst Anbieter einer Kinderbetreuung zu werden.

Die Gesamtkosten für die nötigen Umbauarbeiten im Jugendhaus an der Rodheimer Straße, die Möblierung etc. liegen bei rund 250 000 Euro, teilte Bürgermeister Thomas Brunner am Mittwochabend im Sozialausschuss mit. Der kommunale Anteil werde bei etwa 230 000 Euro liegen. Beim Land Hessen sind Fördermittel in der Größenordnung von 70 000 Euro beantragt.

20 Familien auf der Warteliste

Der Betrag liegt laut Brunner deutlich unter den Investitionskosten für eine eigenständige eingruppige Lösung im Garten der Hauptstraße. Der Holzpavillon (»Schatzinsel«) hat vor wenigen Jahren rund 250 000 Euro gekostet. Angesichts heutiger Baukosten würden es wohl mehr als 300 000 Euro für einen weiteren Pavillon, der zudem noch den Garten einschränken würde.

Mit Blick auf die Partnerschaft mit der Kirche spricht der Bürgermeister von einer »spannenden Zusammenarbeit, die man nicht monetär bewerten kann«; die aber ein zusätzliches Angebot darstelle.

Nochmals nachjustiert wurde in den vergangenen Wochen am nötigen Umbau des Jugendhaus-Eingangsbereichs. Dort entsteht nun neben den Toiletten zusätzlicher Stau- und Lagerraum.

Am 18. Mai soll in der Gemeindevertretung der Beschluss für den nun in den Ausschüssen in mehrfachen Beratungen skizzierten Weg des Miteinanders von Kirche und Gemeinde fallen. Wenn dort so abgestimmt wird wie in den Ausschüssen, dann dürfte große Einigkeit herrschen.

Seit Jahren fehlen immer wieder Betreuungsplätze für Kleinkinder in Krofdorf-Gleiberg, denn das Dorf wächst. Die Tagesstätten am Finkenweg und in der Hauptstraße sind mit rund 190 Plätzen in je vier Gruppen in jeder Einrichtung ausgelastet. Aktuell gibt es für die zweite Jahreshälfte bereits eine Warteliste, gemeldet ist der Bedarf für eine zusätzliche Betreuungsgruppe. Denn im Sommer kommen wieder mehr Kinder in die Tagesstätten, als in die Schule abgehen.

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