28. März 2019, 22:17 Uhr

Kreisel, Ampel oder Überweg?

28. März 2019, 22:17 Uhr
Wie kann diese Kreuzung für den Verkehr noch leistungsfähiger und für querende Fußgänger sicherer werden? Das beschäftigt derzeit den Bauausschuss. (Foto: so)

Einen Kreisel – den kann sich Inge Mohr am ehesten an der Großsporthalle von Rodheim vorstellen. Denn mit dem dort geplanten Neubau von Bauhof und Feuerwehr am Ortsrand von Rodheim wird in der Biebertaler Kommunalpolitik zugleich darüber nachgedacht, wie der Verkehr in der Fellinghäuser Straße an der Ecke zur Elsa-Brandstöm-Straße und bei der Sporthalle besser geführt werden kann. Um zum einen die Fußgänger besser und sicherer zu führen. Und um zum anderen die Feuerwehr möglichst zügig ausrücken zu lassen.

Kreisel bietet besten Verkehrsfluss

Der von der sonst so sehr auf Sparsamkeit bedachten FW-Fraktionsvorsitzenden Mohr favorisierte Kreisel wäre zugleich die teuerste Variante: Je nach Ausbau in einer Größenordnung von 530 000 bis 570 000 Euro. Das legte Planer Jens Gelzenleuchter vom Lahnauer Ingenieurbüro Best am Donnerstag im Bauausschuss der Gemeindevertretung dar.

Und er sagt zudem: Die Kreuzung ist auch so, wie sie jetzt ist, voll leistungsfähig und kann den Verkehr aus allen Richtungen gut zu- und abfließen lassen.

Die einfachste Umgestaltung mit einem Plus an Sicherheit für Fußgänger wäre derweil einfach ein Fahrbahnteiler in Höhe der Sporthalle. Denn dort ist die Straße fast zehn Meter breit. Nicht leicht zu queren für alle, die zur Sporthalle oder zum neuen Edeka wollen Mit oder ohne Ampel käme die günstigste Variante auf 90 000 oder 50 000 Euro. Damit könnten sich beispielsweise die Grünen am ehesten anfreunden.

Von CDU und SPD gab es im Bauausschuss noch keine Signale, welchen Umbau sie bevorzugen.

Weitere Möglichkeiten die Fachmann Gelzenleuchter aufgezeigt hat: Fahrbahnversatz aus beiden Richtungen oder auch ein Verkürzen der Linksabbiege-Spuren Richtung Elsa-Brandström-Straße respektive Sporthalle/Bauhof/Feuerwehr. Bei diesen Varianten liegen die Kosten in Größenordungen zwischen 260 000 und 380 000 Euro.

Alles ist besser als der jetzige Zustand, sind sich die Kommunalpolitiker mit dem Planer einig. Der Kreisel bietet zwar den besten Verkehrsfluss und ein deutliches Maß mehr an Sicherheit – ist aber eben auch die teuerste Umbau-Variante. Zu bedenken gibt Inge Mohr von den Freien Wählern zugleich: Der Umbau der Kreuzung am Rodheimer Ortsrand Richtung Fellingshausen wird gemacht für die nächsten 40 bis 50 Jahre. Mit dem Kreis und Hessen Mobil wird ebenfalls beraten, denn es steht irgendwann auch das Erneuern der Straße zwischen Rodheim und Fellingshausen an. Wobei dies noch nicht terminiert ist.

Jetzt soll im April erst einmal eine Verkehrszählung erfolgen – dann, wenn nur wenige Hundert Meter weiter südlich der neue Edeka-Markt eröffnet hat. Was die gefahrenen Geschwindigkeiten in der Fellingshäuser Straße angeht, so können die Messungen vom gestrigen Freitag ebenfalls Aufschluss geben. An der Sporthalle stand bereits am frühen Morgen der Blitzer.

Im Mai wird das Thema im Bauausschuss wieder aufgerufen. Dann wird von der Kommunalpolitik eine Entscheidung zu treffen sein.

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