13. März 2019, 22:18 Uhr

Klimawandel schadet Busecker Wald

13. März 2019, 22:18 Uhr
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Aus der Redaktion

In den Busecker Wäldern sind in den letzten Wochen die Waldarbeiter wesentlich aktiver als in den Jahren zuvor. Unter anderem wird massiv im Bereich bei den Hochhäusern von Großen-Buseck und im Wald Richtig Allertshausen eingeschlagen. Wie Bürgermeister Dirk Haas nun mitteilte, ist dies durch den trockenen Sommer 2018 bedingt.

»Wir mussten feststellen, dass in vielen Fichtenbeständen der Borkenkäfer große Schäden angerichtet hat. In einzelnen Revieren sind über 90 Prozent der Bäume geschädigt«, erklärt Haas. Um die sprunghafte Vermehrung dieser Käfer zu vermeiden, will man die befallenen Bäume noch vor dem Ausschwärmen der nächsten Käfergeneration fällen.

Die Blicke bei Gemeinde und Forstleuten gehen nun gen Himmel. »Sollte sich die Niederschlagssituation in den nächsten Monaten nicht deutlich verbessern, sehe ich eine weitere Verschärfung der Situation kommen«, sagt Haas.

Im Kieferbestand am Hohen Berg spüre man bereits die Folgen des Klimawandels. Auch die Aufzucht von Douglasien, die eigentlich mit wenig Niederschlag auskommen, sei aufgrund der extremen Temperaturschwankungen um diese Jahreszeit außerordentlich schwierig geworden. Entwarnung kann Haas jedoch bei der Rußrindenkrankheit geben: Diese sei in Buseck noch nicht gesichtet worden. Rund 40 Hektar Ahornbäume sind in den Busecker Wäldern zu finden.

Mit Blick auf den Umweltschutz bittet Haas die Bürger zudem, Putzwasser nicht in die Gullis zu kippen. In vielen Straßen sei ein Trennsystem beim Abwasser zu finden: Während die häuslichen Abwässer in die Kläranlage geleitet werden, wird das Niederschlagswasser der Dächer und der Straßen in eigenen Rohren gesammelt und direkt in die Bäche geleitet. Dies spart im Klärwerk Kosten. Wenn jedoch Putzwasser in den Gullis landet, gelangt dieses somit in die Bäche und schadet dort den Lebewesen. »Putzwasser gehört in die Toilette und nicht in die Gullis«, sagt der Bürgermeister. Dasselbe gelte auch für Autowaschen auf heimischen Grund, wenn das Schmutzwasser danach in den Boden oder in Regenwasserkanäle gelange.



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