17. Juni 2018, 22:31 Uhr

Kita Wetterfeld wird erweitert

17. Juni 2018, 22:31 Uhr
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Von Thomas Brückner
Der Kindergarten Wetterfeld: Im Sommer kommen Container, nächstes Jahr wird in der alten Sparkassenfiliale (r.) Platz für eine neue Gruppe geschaffen. (Foto: tb)

Nicht anders als anderswo: In Laubachs Kindergärten ist kaum mehr ein Plätzchen frei. In Wetterfeld wird die Betreuungseinrichtung nun kurz- und mittelfristig erweitert. So der Beschluss in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung.

In der Sitzung zuvor war bereits die Anmietung von Containern ab dem Herbst beschlossen worden. Kosten: 73 000 Euro. Ebenso vom Magistrat vorgeschlagener An- und Umbau der leerstehenden Sparkassenfiliale nebenan hatte man dagegen zurückgestellt: Die Mehrheit reklamierte Beratungsbedarf. Bemängelt wurde vor allem, dass Laubachs Kita-Träger Oberhessisches Diakoniezentrum (OD) als Bauherr auftrete, die Stadt ihr Grundstück als Investitionszuschuss übertrage und eine Bürgschaft übernehme (die GAZ berichtete).

Bauchschmerzen in der Opposition

Sprecher von BfL und FBLL erneuerten am Donnerstag nun ihre »Bauchschmerzen«. Mutmaßten auch, die städtische Exekutive greife zu einem Trick: »Hätte die Stadt gebaut, wäre der Etat nicht genehmigt worden oder hätte etwas gestrichen werden müssen«, meinte Dirk Hofmann (FBLL).

Warnungen aus der Opposition zu den Risiken einer Bürgerschaft ans OD – grundsätzlich oder mit Hinweis auf die »DorfSchmiede« – griff Büregrmeister Klug auf. Als Mitglied des Stiftungsrates verwahrte er sich gegen Mutmaßungen zur Solidität, gegen ein »Schlechtreden« des des Diakoniezentrums. Im Übrigen habe es jeder Fraktion freigestanden, Streichungen im Etat zu beantragen.

Mit 19 Jastimmen, bei fünf Neinstimmen von BfL, FBLL und FDP, ging die Vorlage am Ende aber glatt durch. Also verkauft die Stadt ihr Grundstück Laubacher Straße 7-11 zum Restbuchwert von 371 000 Euro ans OD, gewährt diesem aber die Summe als Investitionszuschuss für die Baumaßnahme zwecks Errichtung einer altersübergreifenden Gruppe. Vertraglich abgesichert wird ein Vorkaufsrecht für den Fall, dass das »Stift« die Kinderbetreuung einstellen sollte. Schließlich: Die Kommune gewährt dem OD eine Bürgschaft von bis zu 579 000 Euro.

Weiteres Thema war am Donnerstag der »bauliche Zustand« das ehemaligen Singalumnats, davon ausgehende Gefährdungen, gerade für spielende Kinder. Auf Initiative von Grünen-Sprecher Michael Köhler hatte bereits der Fachausschuss den Magistrat beauftragt, bei der Kreisbauaufsicht auf Sicherungsmaßnahmen zu drängen. Dass er in Gießen angefragt, aber noch keine abschließende Stellungnahme erhalten habe, erklärte Klug. Vorab sei wiederum mitgeteilt worden, von dem Gebäude gehe keine Gefahr für Passanten aus, da zu weit von der Straße entfernt. Klug: »Wir prüfen das weiter.«

»Keine Gefahr für Umgebung? Das ist sachlich falsch«, kommentierte Köhler unter Hinweis auf asbestfaserhaltiges Material im Innern der Gebäude, in die man leicht hineingelangen könne.

Am Ende schloss sich das Plenum einstimmig der Forderung des Fachausschusses an, wonach beim Kreis auf bauliche Maßnahmen gedrängt werden soll, auf dass eine Gefährdung ausgeschlossen werde.

Dem Vorstand der Stadtwaldstiftung gehören künftig neben dem Bürgermeister (Vorsitzender) und der Ersten Stadträtin zwei statt bisher ein weiterer Vertreter des Magistrats an. Die vom Plenum mehrheitlich beschlossene Änderung begründete Klug mit dem Ziel erhöhter »Transparenz und Beteiligung gewählter Mandatsträger«.



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