28. Mai 2018, 22:46 Uhr

Karl und Erna Schmitt feiern Gnadenhochzeit

28. Mai 2018, 22:46 Uhr

Sie haben viel zu erzählen, denn in den 70 gemeinsamen Ehejahren erlebte das Watzenborn-Steinberger Paar Karl und Erna Schmitt viel. Langweilig war es dabei nie. Und wenn man ihnen zuhört, waren es bis heute glückliche gemeinsame Jahre. Das sie am heutigen Dienstag das Fest der Gnadenhochzeit mit der Familie ihrer Tochter und den zwei Enkeln sowie vier Urenkeln, Verwandten, Bekannten und Freunden feiern können, das passt zu diesem Glück, auch wenn der 92-jährige Jubiläumsbräutigam gesundheitlich angeschlagen ist. Seine Erna, die ebenfalls bald die 90 feiern kann, steht ihm fest zur Seite.

Am 29. Mai 1948 gaben sich die Eheleute Karl und Erna Schmitt geborene Schmitt in der »Alten Kirche« in Watzenborn-Steinberg vor Pfarrer Wilhelm Gontrum das Jawort. In der sogenannten Spinnstubb, wo sie damals gemeinsam mit anderen Jugendlichen viel Zeit beim Musikhören und Reden verbrachten, lernten sie sich kennen und später lieben.

Karl Schmitt, Jahrgang 1926, absolvierte nach seiner Schulzeit eine Ausbildung bei der Deutschen Bahn. Bis zur Pensionierung 1985 war er in führenden Positionen in Gießen tätig. Seit 1940 war Schmitt Sänger im »Sängerkranz« Watzenborn-Steinberg. Es war sein Hobby, dass ihm die Türen von viel Prominenz öffnete. Rudolf Schock, Heino oder auch die 54er Fußball-Weltmeister waren unter den Gästen, die dank seines Engagements in das »Singende Dorf« kamen. 1964 holte er die TV-Kultsendung »Blauer Bock« in die Volkshalle. 21 Jahre führte er als Präsident den Sängerkranz zu vielen erfolgreichen und unvergessenen Auftritten im In- und Ausland. Der heutige Ehrenvorsitzende erhielt in Anerkennung seiner Verdienste für den Chorgesang die Friedrich-Knoche-Gedächtnismedaille vom Sängerbund Hüttenberg-Schiffenberg und für sein ehrenamtliches Engagement den Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen.

Seine 1928 geborene Frau Erna war immer an seiner Seite, wenn ihr Ehemann für den Sängerkranz unterwegs war. Die Familie stand allerdings bei ihr und ihrem Mann immer ganz oben. Nach ihrem einjährigen Pflichtjahr in einem landwirtschaftlichen Betrieb nach der Schulzeit wurde sie zunächst in einem Rüstungsbetrieb beschäftigt und nach dessen Zerstörung zu Räumungsarbeiten dienstverpflichtet. Nach ihrer Heirat widmete sie sich ganz ihrer Familie. Heute sind beide stolz auf ihre Tochter, ihren Schwiegersohn, ihre zwei Enkel und die vier Urenkel, die gemeinsam mit ihnen feiern können. Im Hotel »Goldener Stern« laden sie Vertreter von Stadt, Vereinen, Freunde und Nachbarn am Dienstagmorgen um 10 Uhr zum Empfang.

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