27. November 2017, 20:01 Uhr

Karg malt auch mal Porträt mit Clooney

27. November 2017, 20:01 Uhr
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Von Siglinde Wagner
Kristina Karg vor zwei ihrer ausdrucksstarken Werke. (Foto: siw)

Buseck/Hüttenberg (siw). »Ich bin ein Farbenmensch mit viel Begeisterung für Musik«, sagte Kristina Karg. Der talentierten Jungpianistin, Jahrgang 1978, standen in ihrer russischen Heimat Tür und Tor zum Konservatorium offen. Nach der Umsiedlung 1992 nach Deutschland und dem Abitur in Wetzlar hat sie sich jedoch für ein Studium der Kunstpädagogik an der Justus-Liebig-Universität Gießen entschieden. Seit 2004 ist sie freischaffende Künstlerin im Bereich der Malerei und Brandmalerei (auch Pyrographie genannt). Einige ihrer beachtenswerten Werke sind derzeit im Bürgerhaus in Oppenrod zu sehen.

»Damit ist uns ein großer Wurf gelungen«, meinte Roland Kauer, der Vorsitzende des Bürgervereins. »Mit Kristina Karg stellt erstmals eine professionelle Künstlerin bei uns aus, die mit ihrer Schaffenskunst ihren Lebensunterhalt bestreiten kann.« Die vielseitige Künstlerin mit Atelier in Hüttenberg experimentiert mit unterschiedlichen Materialien und überzeugt durch eindrucksvolle Techniken. Auftragsarbeiten führt sie für Kunden weltweit aus. Manche lassen Porträts oder Katzen und Hunde nach Vorlage eines Fotos malen, andere einen Buddha für ihre Praxis. Ein Ehemann machte seiner Angetrauten ein ganz besonderes Geschenk mit einem Gemälde, das die Gattin in Abendrobe am Strand in Begleitung ihres Lieblingsschauspielers George Clooney zeigt.

Abstrakt kann jeder Sechsjährige

»Jede Technik hat etwas, das mich fasziniert«, erklärte Karg im Interview mit Martin Kauer. Die Künstlerin strebt nach einer größtmöglichen Authentizität. »In der fotorealistischen Darstellung wird Kunst und Talent vereint. Nur Striche und Farbkleckse auf die Leinwand bringen, das kann sogar meine sechsjährige Tochter.« Jüngst erschlossen hat sie sich die sogenannte Resin-Technik. Das Gießharz muss innerhalb von 45 Minuten verarbeitet werden, sonst wird es zu hart. »Das Harz ist teuer und es macht nicht unbedingt das, was man möchte«, verrät die Künstlerin. Die beiden Kostenproben mit den in Resin-Technik erzeugten optisch transparenten und hochglänzenden Oberflächen waren jedenfalls vielversprechend und echte Hingucker.



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