29. Mai 2018, 22:16 Uhr

Kandidatin einstimmig nominiert

29. Mai 2018, 22:16 Uhr
Sabrina Zeaiter mit Amtsinhaber Horst Röhrig (beide SPD). (Foto: se)

Die SPD hat für die Bürgermeisterwahl in Langgöns den Hut in den Ring geworfen. Nachdem die Ortsvereinsvorsitzende Anja Asmussen wegen einer schweren Erkrankung ihre Kandidatur hatte zurückziehen müssen, präsentierten die Sozialdemokraten mit Sabrina Zeaiter erneut eine Kandidatin für die Wahl. Am 28. Oktober wird zeitgleich mit der Landtagswahl über die neue Frau oder den neuen Mann im Rathaus entschieden. Die »noch 36-Jährige« tritt gegen Marius Reusch an, der von der CDU, FDP und den Grünen nominiert worden war. Im Rahmen einer außerordentlichen Mitgliederversammlung wählten die Langgönser Genossen mit überwältigender Mehrheit (40 Ja-Stimmen, eine Enthaltung) die Wetzlarerin zu ihrer Kandidatin.

Zuvor hatte sich Zeaiter den Mitgliedern noch einmal vorgestellt. Die gebürtige Berlinerin kam vor 22 Jahren nach Mittelhessen und hat seitdem im Wetzlarer Hermannstein ihren Lebensmittelpunkt. Als Sprachwissenschaftlerin an der Philipps-Universität Marburg verfügt sie nach Auffassung der Langgönser SPD über eine besondere Qualifikation in den Bereichen Organisation, Projektmanagement, Digitalisierung und Problemlösung, darüber hinaus über fundierte Kenntnisse bei der Finanzplanung und Menschenführung. Außerdem hat sie in unterschiedlichen Gremien, als Kreistagsabgeordnete (Lahn-Dill-Kreis), Stadtverordnete in Wetzlar und Ortsbeirätin in Hermannstein, politische Erfahrungen machen können. Seit zehn Jahren ist sie SPD-Mitglied.

Zeaiter nannte eine Reihe von Bereichen, die sie als Bürgermeisterin weiterentwickeln möchte. »Ich werde mich für gebührenfreie Kindertagesstätten einsetzen«, versprach sie. Förderung des sozialen Wohnungsbaus, Verbesserung der gesamten Infrastruktur in der Gemeinde, weiterhin Förderung des Vereinslebens seien weitere Schwerpunkte. »Ich möchte die gute Arbeit von Horst Röhrig fortsetzen, deshalb stehe ich hier, und ich denke, dass ich die beste Wahl bin«, rief sie den Genossen selbstbewusst zu.

Rückenwind bekam Zeaiter von Landrätin Anita Schneider, die ebenfalls die Arbeit des Amtsinhabers Horst Röhrig lobte (»in Langgöns ist vieles geleistet worden«) und dann den Bogen zu der Kandidatin spannte: »Hier ist eine Ackerfurche gemacht worden, und hier kann vieles erblühen.«

Amtsinhaber Röhrig freute sich über die Nominierung: »Wir haben über den Tellerrand geblickt und eine gute Kandidatin gefunden.« Der Unterbezirksvorsitzende Matthias Körner erinnerte daran, dass die SPD seit 65 Jahren den Bürgermeister in Langgöns stellt. »Wir hätten einen erholsamen Sommer haben können, das wird jedoch nichts«, warf Körner einen Blick voraus auf den Bürgermeisterwahlkampf. In einem bewegenden Schreiben, vorgelesen von Gerald Dörr, wünschte Anja Asmussen der neuen Kandidatin viel Erfolg und sprach ihr Mut zu: »Du passt zu uns, du passt zu Langgöns.«

Freistellen lassen muss sich Sabrina Zeaiter für den Wahlkampf von ihrem Arbeitgeber nicht. »Sie hat noch viel Urlaub«, berichtete ihr Verlobter Christopher Bursukis. Nach der Wahl ging der stellvertretende SPD-Vorsitzende Gerald Dörr gleich zu Tagesordnung über: »Es sind noch 153 Tage bis zur Wahl. Wir müssen die Kräfte bündeln und Gas geben.« Zeaiter forderte die Genossen auf: »Ich möchte mit eurer Unterstützung Langgöns kennenlernen. Ich bin bereit, alles zu geben, und ich erwarte von euch das Gleiche.«

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