27. März 2019, 22:13 Uhr

Jubiläum einer Institution

An diesem Samstag stehen in Leihgestern die Brötchen für das 50. Frauenfrühstück bereit. Dass es die Reihe einmal 25 Jahre geben würde, hatten Agnes Schwalb und ihre Mitstreiterinnen zum Start 1994 nicht erwartet.
27. März 2019, 22:13 Uhr
Volles Haus: Im Schnitt sind 100 Besucherinnen bei den Treffen mit von der Partie – hier ein Bild vom letzten Treffen in der Volkshalle. (con)

Seit 25 Jahren Frauenfrühstück in Leihgestern, 50 Veranstaltungen mit 38 Referentinnen und einem Referenten, bis zu 180 Besucherinnen in Spitzenzeiten – diese Zahlen beweisen: Das Frauenfrühstück ist eine Institution.

Dass die Reihe einmal so erfolgreich werden und so lange laufen würde, daran hatte beim Auftakt am 5. November 1994 noch keiner gedacht. »Wir wussten beim ersten Mal nicht, wie viele und ob überhaupt jemand kommt«, erinnert sich Agnes Schwalb. Sie war eine der Leihgesternerinnen, die damals das Projekt anstießen.

Frauenfrühstücke gab es bereits 1992 in Großen-Linden und 1993 in Hüttenberg. Die Idee, eine Veranstaltung nur für Frauen abzuhalten, sich dabei Kraft für den Alltag zu holen, gefiel aber auch den Frauen in Leihgestern, wie sich bei einer Umfrage nach einem Gottesdienst in der evangelischen Christusgemeinde im Sommer 1994 herausstellte: »Alle waren dafür«, erinnert sich Schwalb.

Zusammen mit der Leihgesterner Frauenhilfe wurde das erste Treffen organisiert. Die Volkshalle hatte man damals bewusst als Veranstaltungsort ausgesucht, erklärt Schwalb: Man wollte einen neutralen Ort, »damit auch Leute, die nichts mit der Kirche zu tun haben, nicht abgeschreckt werden«. Margret Steinberg, Frau des damaligen Gemeindepastors, hielt den ersten Vortrag. Siebenmal war sie als Referentin zu Gast. Beim 50. Frauenfrühstück wird sie nun wieder sprechen – der Kreis schließt sich. Einziger Mann in der Liste der Redner ist Heinrich Kaufmann, der als Seelsorger in Mücke arbeitete. Dass es sonst nur Frauen waren, sei Zufall, sagt Schwalb.

Die neue Reihe kam gut an: Bei der Premiere waren bereits 75 Frauen dabei, zwischenzeitlich erreichte man einen Schnitt von 150 Besucherinnen. Ein großes Helferteam rund um Ruth Förster († 1997) und Marlies Heep, später um Schwalb bereitete das Buffett vor, organisierte die Kinderbetreuung, deckte die Tische. Bei den Vorbereitungen selbst halfen auch die Männer, bauten Tische auf, räumten die Spülmaschinen ein. Das Frühstück selbst blieb jedoch den Frauen vorbehalten.

Mittlerweile ist das Frauenfrühstück ein Selbstläufer geworden, sagt Schwalb. Rund 100 Besucherinnen seien jedes Mal dabei. Vor dem Hintergrund, dass 25 Jahre einer Generation entsprechen und damit ein Teil der Frauen der ersten Stunde nicht mehr lebt, sei das eine gute Besucherzahl.

Jüngere Frauen, so erzählt Schwalb, tendieren allerdings eher zur »Ladies Night«. Auch dieses Angebot richten die Frauen der evangelischen Stadtmission aus. Es findet jedoch abends statt, weshalb Häppchen statt eines Frühstücksbuffet bereitstehen. Zudem müssen sich hier die Besucherinnen anmelden, während man beim Frauenfrühstück spontan vorbeischauen kann. Nur wer die Kinderbetreuung nutzen will, muss vorher Bescheid geben.

In 25 Jahren haben sich zwar die Themen der Vorträge verändert. »Ziel war und ist es, anhand von lebenspraktischen Themen Menschen auf Gott und Jesus Christus hinzuweisen und eine Hilfestellung mit Hintergrund der Bibel zu geben«, sagt Schwalb. Um Referenten zu finden, besuche sie andere Frauenfrühstücke und lese die Nachberichte in der Zeitung. Zudem sei man mit anderen Organisationsteams gut vernetzt.

Zum 50. Frauenfrühstück stehen nun allerdings einige Änderungen an: So findet das Treffen nun nur noch einmal im Jahr statt. Damit wolle man das Organisationsteam, das sich auch bei der Ausrichtung der »Ladies Night« engagiert, entlasten. Zum anderen zieht man nun von den Räumen der Volkshalle in die Stadtmission in der Klausegasse 21 in Leihgestern um. Hier seien die räumlichen Möglichkeiten für die Kinderbetreuung besser, außerdem müsse man dann nicht immer vor dem Frühstück das komplette Material in aller Frühe in die Volkshalle bringen und aufbauen. Der Standortwechsel bringt allerdings auch ein bisschen Aufregung mit sich: In der Volkshalle wusste man, wie viele Kaffeemaschinen gleichzeitig laufen können, damit die Sicherung nicht rausfliegt. In der Stadtmission muss man dies nun erst noch herausfinden...

Das 50. Frauenfrühstück findet an diesem Samstag, 30. März, um 9 Uhr in der ev. Stadtmission Linden, Klausegasse 21, in Leihgestern statt. Als Kostenbeitrag für das Frühstück werden 5 Euro genommen. Eine Anmeldung ist nicht notwendig. Wenn man die Kinderbetreuung nutzen möchte, muss man sich unter 0 64 03/73 072 anmelden.

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