Kreis Gießen

Jetzt wird erneut geprüft

Der Gemeindevorstand der Gemeinde Biebertal soll doch noch einmal parallel zu den laufenden Planungen prüfen, ob und unter welchen Voraussetzungen sowie zu welchen Kosten der gemeindliche Bauhof auf dem Gelände und in den Räumlichkeiten der Firma BSU untergebracht werden kann. Wolfgang Lenz (SPD) begründete: Die Debatte habe an Fahrt aufgenommen. »Es ist unsicher, ob der Masterplan umgesetzt werden kann. Lassen Sie uns noch mal einen Blick auf das ehemalige BSU-Gelände werfen und die Fakten prüfen«, warb Lenz. Auch in dieser Angelegenheit war der Gemeindevorstand schon aktiv. Peter Kleiner berichtete von einer Begehung des Geländes am Anfang der Woche. Dort sei noch einmal geschaut worden, ob das 7000 Quadratmeter große Gelände (davon 3000 Quadratmeter Nutzfläche) als Standort geeignet ist. Dabei seien auch kritische Punkte angesprochen worden. So bedarf es eines neuen Brandschutzkonzeptes. Auch die Möglichkeit unbekannter Altlasten im Boden sei noch nicht zu Ende geprüft. Zudem müsse das Gebäude energetisch ertüchtigt werden. Thorsten Cramer (CDU) äußerte enorme Zweifel: »Standort, Lage und Zustand sind ungeeignet. Alles ist marode. Wir sollten kein Risiko eingehen, eine schwierige Immobilie zu erwerben.«
27. Oktober 2017, 20:19 Uhr
Johannes Weil
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Zu verkaufen: Die Immobilie der insolventen Biebertaler Stanz- und Umformtechnik am Ortsrand von Bieber. (Foto: jow)

Der Gemeindevorstand der Gemeinde Biebertal soll doch noch einmal parallel zu den laufenden Planungen prüfen, ob und unter welchen Voraussetzungen sowie zu welchen Kosten der gemeindliche Bauhof auf dem Gelände und in den Räumlichkeiten der Firma BSU untergebracht werden kann. Wolfgang Lenz (SPD) begründete: Die Debatte habe an Fahrt aufgenommen. »Es ist unsicher, ob der Masterplan umgesetzt werden kann. Lassen Sie uns noch mal einen Blick auf das ehemalige BSU-Gelände werfen und die Fakten prüfen«, warb Lenz. Auch in dieser Angelegenheit war der Gemeindevorstand schon aktiv. Peter Kleiner berichtete von einer Begehung des Geländes am Anfang der Woche. Dort sei noch einmal geschaut worden, ob das 7000 Quadratmeter große Gelände (davon 3000 Quadratmeter Nutzfläche) als Standort geeignet ist. Dabei seien auch kritische Punkte angesprochen worden. So bedarf es eines neuen Brandschutzkonzeptes. Auch die Möglichkeit unbekannter Altlasten im Boden sei noch nicht zu Ende geprüft. Zudem müsse das Gebäude energetisch ertüchtigt werden. Thorsten Cramer (CDU) äußerte enorme Zweifel: »Standort, Lage und Zustand sind ungeeignet. Alles ist marode. Wir sollten kein Risiko eingehen, eine schwierige Immobilie zu erwerben.«

Inge Mohr und die Freien Wähler wollten dem nur zustimmen, wenn keine Kosten für einen Gutachter entstünden: »Das geht zu weit.« Ansonsten könne der Gemeindevorstand gerne prüfen. Thomas Prochazka (SPD) warb um Zustimmung, sonst müsse man sich hinterher den Vorwurf gefallen lassen, nicht alle Alternativen geprüft zu haben, selbst wenn es nicht die ideale Lösung sei. Holger Hederich von den Grünen verwies auf die potenzielle Schadstoffbelastung des Geländes, die nicht einfach wegzureden sei. Seine Fraktion könne dem nicht zustimmen. Mit 18 Jastimmen, 7 Neinstimmen und drei Enthaltungen ging der Antrag durchs Parlament.

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