26. März 2018, 20:48 Uhr

Jagdpächter hören auf

26. März 2018, 20:48 Uhr
Karl-Heinz Göbel (l.) hört ebenso wie Norbert Schieferstein (fehlt) als Jagdpächter auf, Brigitta Seibert stellt die Nachfolger Otto Speier und Andreas Stroh (v. r.) vor. (F.:m)

Mit 366,5 Hektar Gesamtfläche, davon 250 Hektar bejagbar, ist das Revier der Jagdgenossenschaft Launsbach ein kleines Revier, das aus diesem Grunde, aber auch wegen anderer Faktoren, nicht attraktiv ist: Es wird durchschnitten von den Verbindungsstraßen Krofdorf-Wißmar, Launsbach-Wißmar und Launsbach-Gießen, die Trasse der ehemaligen Kanonenbahn ist stark verbuscht, die Autobahn ist ein Störfaktor, und zunehmender Freizeitdruck tut sein Übriges. Durchaus verständlich, dass die beiden Jagdpächter, Karl-Heinz Göbel und Norbert Schieferstein, vorzeitig, das heißt ein Jahr vor Ablauf des Jagdpachtvertrages, die Flinten ins Korn warfen und den Vertrag kündigten.

Jagdvorsteherin Dr. Brigitta Seibert bedauerte den Entschluss, bescheinigte den seit neun Jahren als Jagdpächter Tätigen eine unter den Umständen angemessene, von waidmännischem und hegerischen Sachverstand geprägte und ausgeübte Jagd.

Auch in der letzten Amtshandlung der beiden, dem Bericht der Jagdpächter, sollte noch einmal der Grund für ihre Vertragskündigung klar werden, darunter auch der stark angewachsene Wildschaden auf Grünland, dessen Schadenssumme das Dreifache des Jagdwertes betrug. Die Strecke im Jagdjahr 2017/18 gab Karl-Heinz Göbel bekannt. Rehwild 11 (davon vier erlegt), Schwarzwild acht (davon zwei erlegt), Füchse zwei und ein Dachs (in beiden Fällen nur Fallwild). Das letzte Rotwild wurde im Launsbacher Revier vor fünf Jahren geschossen.

Keine einfache Situation für Andreas Stroh und Otto Speier, die neuen Jagdpächter. »Wir sind froh, eine tragfähige Lösung für die Weiterverpachtung gefunden zu haben«, sagte Seibert. Wichtig sei Kooperationsbereitschaft, denn gerade beim Schwarzwild könne man mittlerweile nur noch revierübergreifend effektiv jagen.

Bei den Ergänzungswahlen wurden Tina Mandler als Kassiererin und Brigitte Klöffel als Schriftführerin wiedergewählt. Beschlossen wurde, den Pachtertrag für die Verpflichtung zur Erstellung eines aktuellen Genossenschaftskatasters zu verwenden. Im Rahmen ihres Geschäftsberichtes erinnert die Jagdvorsteherin unter anderem an die Dickwurzernte auf einem mit Hilfe des Instituts für Pflanzenbau bestellten Acker, gemeinsam mit dem Waldkindergarten.

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