19. April 2018, 21:31 Uhr

Jagdgenossen unterstützen Nachwuchs

19. April 2018, 21:31 Uhr
Edwin Damm (M.) ehrt Horst Lindenstruth und Karl-Heinz Scherer (r.). (Foto: la)

Seit 25 Jahren stehen Jagdvorsteher Karl-Heinz Scherer und Schriftführer Horst Lindenstruth im Vorstand der Jagdgenossenschaft Reiskirchen. Hierfür wurden sie nun auf der Jahreshauptversammlung ausgezeichnet.

Jagdvorsteher Scherer sprach in seinem Bericht auch die Beeinträchtigungen im Revier an. Ein erheblicher Einschnitt für die Jagdpächter und Jäger ist die Veränderung des Jagdrechtes in Hessen, das aufgrund der festgelegten Jagdzeiten keineswegs positiv ist. 2017 genehmigte die Versammlung 4500 Euro. Hierfür wurde ein Grundstück erworben, auf dem Maßnahmen zur Revierverbesserung erfolgen sollen. Eigentümer wurde die Gemeinde Reiskirchen, die Jagdgenossenschaft finanzierte und schloss mit der Gemeinde einen Nutzungsvertrag ab.

Für eine Fahrt Reiskirchener Jugendlicher in die Partnergemeinde Muttersholtz mit Besuch im dortigen Haus der Naturfreunde gewährte die Jagdgenossenschaft einen Zuschuss von 2000 Euro. 20 Jugendliche nahmen teil. Auch Horst Lindenstruth, Edwin Damm und Jagdvorsteher besuchten die Gruppe in Muttersholtz und waren bei dem Empfang durch den dortigen Bürgermeister mit dabei. Sie stellten fest, dass die Jugendlichen mit großer Begeisterung und Neugier die Angebote der Betreuer annahmen und waren überzeugt, dass diese Investition sich sehr gelohnte habe.

Auf den Feldwegebau eingehend, betonte Bürgermeister Dietmar Kromm, dass die Gemeinde hoffe, im Förderprogramm des Landes Hessen in diesem Jahr berücksichtigt zu werden, um dann die anstehenden Arbeiten ausführen zu können, die auch von der Jagdgenossenschaft unterstützt werden. Der Bürgermeister dankte der Jagdgenossenschaft für die Hege und Pflege der Natur und sprach auch die Hoffnung aus, dass das Revier von der Afrikanischen Schweinepest verschont bleibe. Rechner Edwin Damm (Ärmelgasse) erstattete den Kassenbericht. Der Vorstand wurde entlastet. Neue Kassenprüfer sind Markus Damm und Daniel Blasl. Aus dem Erlös der Jagdpacht sollen das Blasorchester Reiskirchen für dessen Jugendarbeit sowie der Förderverein Kirschbergschule je 200 Euro erhalten. Mit 100 Euro wird der Vogelschutzverein Reiskirchen für dessen Jugendarbeit unterstützt. Für die Renovierung des Wartehäuschens an der Bushaltestelle an der Wieseckbrücke werden 500 Euro als Zuschuss zur Verfügung gestellt.

Abschließend erinnerte Scherer noch einmal an Luca Bortoli aus Gießen, der seit 1989 Mitpächter der Jagd in Reiskirchen war. Nach 28 Jahren hatte er den Vorstand gebeten, aus persönlichen Gründen ihn aus dem Vertrag zu entlassen. Nach den Worten des Jagdvorstehers war Bortoli nicht nur Jäger sondern auch Heger und habe sich in den vielen Jahren um das Reiskirchener Revier verdient gemacht.

Klaus Revermann informierte die Versammlung über die im vergangenen Jahr erlegte Strecke. Es wurde eine Treibjagd durchgeführt. In dem Revier Reiskirchen wurden 39 Stück Schwarzwild erlegt, sieben Füchse (dazu drei weitere verunfallt) und 29 Rehe (dazu noch neun verunfallt) wurden zur Strecke gebracht. Zwei Hasen sind verunfallt. Geschossen wurden weiterhin neun Waschbären (3), siebzehn Rabenkrähen und fünf Elstern. Hasen wurden keine bejagt.

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