25. Oktober 2018, 13:00 Uhr

Falschparker

In Buseck bekommen Falschparker die Gelbe Karte gezeigt

Statt einem Knöllchen gibt es erst einmal eine Verwarnung: Die Gemeinde Buseck setzt in Sachen Parken auf die Einsicht der Fahrzeugführer.
25. Oktober 2018, 13:00 Uhr
Bürgermeister Dirk Haas greift selbst zur gelben Karte. (Foto: siw)

»Leider ist uns aufgefallen, dass Ihr Fahrzeug nicht regelkonform geparkt wurde. Sie parken sicher versehentlich …« – freundlich und mit einer Prise Ironie weist die Gemeinde Buseck seit einigen Wochen auf Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung hin. Die obige Zeile steht auf einer gelben Karte, die von der Mitarbeiterin des Ordnungsamts den Falschparkern unter den Scheibenwischer geklemmt wird. Die gelbe Karte steht – wie auch beim Fußball – für eine Verwarnung.

»Wir sehen sie als eine Art von Erziehungsmaßnahme an«, sagte Bürgermeister Dirk Haas gegenüber der Gießener Allgemeinen Zeitung. »Wir wollen den Leuten schließlich nicht das Geld aus der Tasche ziehen. Aber Sicherheit geht nun einmal vor Bequemlichkeit.« Nach der Gelbphase folgt wie bei einer Ampelschaltung die Rotphase. Okay, im Falle eines Knöllchen muss man von blau sprechen. Und dann wird es teuer.

 

Rücksicht auf Rollatoren und Kinderwagen

Mit der Aktion will die Gemeinde verstärkt auf die Belange von Fußgängern und Nutzern von Rollatoren, Rollstühlen und Kinderwagen hinweisen. Danach werden verstärkt in den besonders betroffenen Bereichen die so vorgewarnten Fahrzeugführer Bußgeldbescheide erhalten.

Wo befinden sich die Schwerpunkte? In Alten-Buseck wird am Rinnerborn in nicht ausgewiesenen Bereichen »wild« geparkt, in der Hofburgstraße vielfach auf den Bürgersteigen. Durch beidseitiges Parken kommt in der Struthwaldstraße in Beuern oft kein landwirtschaftliches Fahrzeug mehr durch.

In Oppenrod liegt der Schwerpunkt auf der Hauptstraße und in Trohe auf der Kurt-Schumacher-Straße. In Großen-Buseck wird fast täglich die Bushaltestelle an der Goetheschule durch »Eltern-Taxis« blockiert, eng und unübersichtlich wird es am Johanniterstift und an der Katholischen Kirche.

 

Auto nicht immer direkt vor Tür parken

Viele Bürgersteige seien zu schmal, aber man könne das Dorf ja nicht größer machen. Für den Kreuzungsbereich Bismarckstraße/Wilhelmstraße in Großen-Buseck könnte man allerdings Entlastung schaffen, wenn diejenigen, die noch gut zu Fuß sind, gerade sonntags zu den Gottesdienstzeiten den Parkplatz am Getränkemarkt von Edeka-Neukauf oder beim rückwärtigen Fußballplatz nutzen würden. Damit wäre schon viel gewonnen.

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