Kreis Gießen

Immer wieder Unruhe im Revier

Traditionell begann die Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Ruppertsburg mit Wildessen. Die Zubereitung übernahmen Heidi und Wilfried Friedrich; das Wildschweinfleisch war eine Spende des Jagdpächters. Im offiziellen Teil blickte Jagdvorsteher Wilfried Friedrich auf ein turbulentes Jahr zurück. Die Beschlüsse der letzten Versammlung wurden erledigt, die Jagdpacht ausgezahlt, der Wegebau erledigt und der Ausflug nach Thüringen war ein voller Erfolg. Bezüglich des Wegebaues gebühre David und Gerhard Wentzel der Dank für ihre Mithilfe. Zu erwähnen sei die finanzielle Beteiligung der Stadt am Wegebau.
25. April 2018, 22:16 Uhr
Helmut Hofmann

Traditionell begann die Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft Ruppertsburg mit Wildessen. Die Zubereitung übernahmen Heidi und Wilfried Friedrich; das Wildschweinfleisch war eine Spende des Jagdpächters. Im offiziellen Teil blickte Jagdvorsteher Wilfried Friedrich auf ein turbulentes Jahr zurück. Die Beschlüsse der letzten Versammlung wurden erledigt, die Jagdpacht ausgezahlt, der Wegebau erledigt und der Ausflug nach Thüringen war ein voller Erfolg. Bezüglich des Wegebaues gebühre David und Gerhard Wentzel der Dank für ihre Mithilfe. Zu erwähnen sei die finanzielle Beteiligung der Stadt am Wegebau.

Mit der Übernahme der Jagd von Christian Freund durch Ralf Schulte habe sich einiges im Revier getan, sagte der Jagdvorsteher. Alte Kanzeln seien fast alle weg und neue, sichere aufgestellt. Leider sorgten immer wieder einige unbelehrbare Hundebesitzer mit frei laufenden Hunden für Ärger. Das gleiche gelte für das Missachten von Fahrverboten auf Wegen (auch bei Nacht), welche nur für Land- und Forstwirtschaft freigegeben sind.

Über die Verteilung der Einnahmen und Ausgaben informierte Rechner Rudolf Stock. Jürgen Baumann und Karlheinz Hahn vom Genossenschaftsausschuss hatten bei der Überprüfung nichts zu beanstanden und so wurde der Vorstand entlastet. Den Anträgen des Vorstandes (1500 Euro für Wegebau, 1000 Euro für den Ausflug, 1000 Euro für Wildschadensverhütung und 10 000 Euro für einen Mulcher) stimmte die Versammlung zu. Für den Mulcher gebe es einen Zuschuss des Ortsbauernverbandes in Höhe von 3000 Euro, sagte Friedrich.

Zur Jagdstrecke gab Ralf Schulte die Abschusszahlen bekannt: 46 Rehe, 61 Stück Schwarzwild, 71 Waschbären, 6 Füchse, 4 Dachse. Der Jagdpächter möchte Wildäcker als Rückzugsgebiete für das Wild anlegen, um Schäden an landwirtschaftlich genutzten Flächen gering zu halten. Das Anbringen von blauen Reflektoren an Leuchtpfählen soll die Zahl von Wildunfällen verringern.

Werner Wirth, Vorsitzender des Hegerings Laubach, kritisierte Vorgaben der Behörden, wegen der – weit entfernten – afrikanischen Schweinepest das Schwarzwild um 70 Prozent zu reduzieren. Keinen Sinn sehe er in der Schonzeit für Waschbären. Diese seien eine Gefahr für Niederwild; es würden vor allem Vogelnester ausgeplündert. Die Hasenzählung habe erfreulicherweise einen höheren Bestand als angenommen ergeben.

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