05. Mai 2019, 19:36 Uhr

Immer gut bei Stimme

05. Mai 2019, 19:36 Uhr
Gleich zu Beginn der Matinee macht der Jubiläumschor allerbeste Werbung für sich selbst und den Chorgesang. (Foto: siw)

150 Jahre und noch immer gut bei Stimme: Das ist der Gesangverein Polyhymnia-Liederkranz Beuern. Dies stellten gleich zum Auftakt der Nachmittagsmatinee die 40 Männer unter Beweis, als sie »Ich hebe meine Augen auf« (Hans Weiß-Steinberg) in der Beuerner Kirche anstimmten. Mit einer mitreißenden Dynamik intonierten die Sänger anschließend »Nina«, ein Csardas für Männerchor von Wilhelm Heinrichs. Zu überzeugen vermochte der Jubiläumschor auch mit der nuancierten Interpretation und äußerst viel Gespür für die Tragik der Legende »Zwölf Räuber« von Friedrich Zimmer. Dabei traten Daniel Rac und Gunnar Wagner, wie später noch einmal bei »Loch Lomond«, als Solisten hervor. Schon mit diesen drei Eingangsstücken, dargeboten unter Dirigat von Jens Kempgens, machte der Männerchor allerbeste Werbung für sich selbst und den Chorgesang im Allgemeinen.

Kein Festakt ohne Gratulanten und Grußworte: Als erste kam Landrätin Anita Schneider zu Wort. »Hier ist der Name des Vereins Programm, denn Polyhymnia ist die Muse des Gesangs.« Mit Blick auf die ständige Veränderung, die der Chorgesang unterworfen ist, begrüßte die Landrätin den kürzlich eingeschlagenen Weg einer Kooperation mit der Kirchengemeinde. Diese fördert die Kinder- und Jugendchor-Arbeit finanziell. Fünf junge Festdamen, schon an ihren schmucken einheitlichen Kleidern zu erkennen, hatten die Gäste an der Pforte freundlich begrüßt und mit einer Chronik und einem Programm ausgestattet. Später gaben sie als Sängerinnen im Jugendchor beim Schlager »Je ne parle pas français« gemeinsam mit dem Kinderchor Pollys unter der Leitung von Gabriela Tasnadi eine feine musikalische Visitenkarte ab.

Singstunden bei Kerzenlicht

Bürgermeister Dirk Haas, der die Jubiläumsveranstaltungen als Schirmherr begleitet, lobte den Verein für seine äußerst kreative Werbung. Gerade für einen Männergesangverein sei es schwer, Nachwuchs zu akquirieren. Doch um den Fortbestand des Polyhymnia-Liederkranzes müsse man nicht bangen.

Urkunden des Deutschen Chorverbandes und des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst überreichte der Präsident des Hessischen Sängerbundes, Claus-Peter Blaschke. Er bezeichnete die Kulturarbeit als Bildungsarbeit zur Stärkung unserer Gesellschaft. Claus Schmidt, Ehrenvorsitzender des Sängerkreises Gießen, hob neben der intensiven Pflege des Kulturgutes den wertvollen Beitrag des Chors zur Gestaltung zwischenmenschlicher Beziehungen hervor. Grußworte sprachen außerdem Ortvorsteher Markus Scheld und Daniel Rittershaus für die Vereinsgemeinschaft. Weitere Mitwirkende waren die Bruderkette Beuern sowie der Chor »Sonare« (Leitung Verena Schmitz), Thomas Diehl an der Orgel, Sopranistin Evi Will und Wilhelm Schomber am Klavier.

Festlich war die Kirche geschmückt, sogar drei alte Vereinsfahnen hatte man aufgehängt. Durch das Programm führte Rita Mattern, die auch einen Einblick in die Vereinsgeschichte gab. Vorsitzender Daniel Rac erinnerte an die Zeit der Gründung. »Da die ersten 40 Jahre noch kein elektrisches Licht in Beuern brannte, fanden wohl die Singstunden bei Kerzenschein statt. – Was hat sich seitdem nicht alles verändert! Eines ist aber gleich geblieben: Und das ist die Freude unserer Sänger und von Ihnen, liebe Zuhörer, am Chorgesang.«

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