Voraussichtlich im kommenden Frühjahr will der Investor ABID mit dem Bau von Seniorenwohnungen plus Pflege und medizinischer Versorgung auf dem Festplatz im Linn beginnen. Im September soll der Kaufvertrag mit der Gemeinde über die Bühne gehen, dann der Bauantrag gestellt werden.

Das ist der grobe Zeitplan, den Bürgermeister Lars Burkhard Steinz den Gemeindevertretern mitteilte. Diese haben am Dienstag beschlossen, für den Platz die neue Bauleitplanung auf den Weg zu bringen.

Was der Bürgermister noch nicht mitteilte, ist der Verkaufspreis für die Edelfläche zwischen den Dörfern Heuchelheim und Kinzenbach. Ein Wertgutachten, erstellt vor gut einem halben Jahr, dürfte kaum mehr als eine erste Verhandlungsgrundlage gewesen sein – der da genannte Quadratmeterpreis wurde von etlichen Kommunalpolitikern als deutlich zu niedrig bewertet. Spätestens zum September hin, wenn die Verkaufsverträge in die Beratung gehen, wird da mehr kommuniziert werden können.

Wobei sicherlich bei der Verkaufspreis-Verhandlung eine Rolle spielt, dass ein Teil des Areals nicht an den Investor übertragen wird – nämlich jenes rund 2500 Quadratmeter große Stück des mehr als 7000 Quadratmeter messenden Festplatzes, unter dem eine alte Müllkippe verortet ist, die bis nach dem Zweiten Weltkrieg genutzt wurde. Diese Altlast verbleibt bei der Gemeinde, soll nach den aktuellen Planungen mit Parkplätzen überbaut werden. Was heißt, dass die Gemeinde auch auf Sanierungskosten sitzen bleibt, wenn es irgendwann einmal nötig werden sollte. Und was im weiteren bedeutet, dass das Bauvorhaben sechgeschossig (fünf Voll-, ein Staffelgeschoss) wird, um die kleine Fläche besser auszunutzen.

Grüne und SPD erneuern Bedenken

Just diese Aspekte sind es (neben weiteren), die die Grünen dazu bewogen haben, sich gegen das Vorhaben zu positionieren. Die SPD nimmt ebenfalls eine kritische Haltung ein: Er habe nichts gegen vernünftige Planung für gute Pflege, sagte Dieter Schneider in der Gemeindevertretung. Aber die Sozialdemokraten haben die Befürchtung dass sich nur einkommensstärkere Menschen, das Leben in diesem Haus werden leisten können. Argumente, die bereits im vergangenen Jahr vorgetragen wurden, aber bei der CDU-geführten Mehrheit im Parlament nicht verfingen. Am Dienstag dieser Woche jedenfalls, als die Bauleitplanung auf den Weg gebracht wurde, herrschte zu dem ganzen Thema Schweigen in der Koalition.

Im »Haus der Pflege« sollen 75 Pflege-Appartements entstehen, unter anderem eine Demenz-WG, ambulante Tagespflege sowie Multifunktions- und Veranstaltungsräume. Im ersten Obergeschoss ist Raum für Praxen und Gesundheitsdienstleister freigehalten. Ein Café für Angehörige, ein Kiosk für Bewohner sowie eine Küche vervollständigen das Angebot. Im »Betreuten Wohnen« sollen 44 Wohnungen entstehen. Geplant ist außerdem eine Tiefgarage, in der jede Wohnung einen Stellplatz erhalten soll.

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