06. April 2018, 10:00 Uhr

Horlofftalbahn

Hoffen auf Reaktivierung der Horlofftalbahn

Die Bahnstrecke Hungen-Wölfersheim ist seit 15 Jahren stillgelegt. Die Arbeitsgemeinschaft Horlofftalbahn zeigt sich optimistisch in Sachen Reaktivierung.
06. April 2018, 10:00 Uhr
15 Jahre ist es her; der letzte Zug fährt zwischen Wölfersheim und Hungen. Seither setzt sich eine Arbeitsgemeinschaft für die Reaktivierung der Horlofftalbahn ein. (Foto: pm)

Seit 15 Jahren ist die Bahnstrecke zwischen Hungen und Wölfersheim stillgelegt. Und seit 15 Jahren setzen sich Wölfersheimer und Hungener dafür ein, dass der Bahnverkehr zwischen den zwei Orten wieder aufgenommen wird.

Anlässlich des Jahrestags der Stilllegung, zeigt die Arbeitsgemeinschaft (AG) Horlofftalbahn in der Hungener Stadtverwaltung eine Ausstellung zur »Reaktivierung der Horlofftalbahn« – und die AG zeigt sich optimistisch in Sachen Reaktivierung.

Stephan Kannwischer, Sprecher der AG, sagt: »Was als Ergebnis inszenierten politischen Ränkespiels am 4. April 2003 am Prellbock in Wölfersheim endete und die Entwicklungschancen Hungens seither schmälerte und einschränkte, erfährt in absehbarer Zeit (2022/23?) vielleicht doch noch ein ›gutes Ende‹.«

Denn: »Mit dem Abschluss des Streckensicherungsvertrages mit DB-Netz 2006, dem Kauf der Eisenbahnstrecke durch die Anliegergemeinden Hungen und Wölfersheim 2011 und dem Meinungsumschwung in Politik, Bürgerschaft und dem regionalen ÖPNV-Aufgabenträger sind die Voraussetzungen für zukunftsgerichtetes Handeln geschaffen, die letztlich zu einer Reaktivierung der Bahnstrecke führen sollen.« Ziel sei nicht nur die Reaktivierung der Strecke Hungen-Wölfersheim, sondern auch die Einführung von Direktzügen nach Friedberg und Frankfurt.

 

Attraktive Verbindungen

 

Trotz aller kommunalen Bemühungen, Arbeits- und Wohnstätten der Menschen wieder näher zueinander zu bringen, spreche die Realität mit der Konzentration von Arbeitsplätzen in der Metropolregion Frankfurt/Rhein-Main eine andere Sprache, zumal »Normalverdiener« bei dort ständig steigenden Mieten und Immobilienpreisen schwindende Chancen auf arbeitsplatznahe Nutzung von Wohnraum haben.

Kannwischer sagt: »Die reaktivierte Horlofftalbahn kann einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass Pendler mit attraktiven Verbindungen und Fahrzeiten, unter einer Stunde bis Frankfurt ab Hungen, ihren Wohnorten am Nordrand des Rhein-Main-Speckgürtels auch weiterhin treu bleiben können.«

Die Stadt Hungen und die Gemeinde Wölfersheim arbeiten weiter an der Reaktivierung. Die Projektbeteiligten – die zwei Anliegerkommunen Hungen und Wölfersheim sowie RMV und ZOV – haben ein Münchener Büro mit einer Untersuchung zur »Optimierung und Neubewertung zur Reaktivierung der Strecke« beauftragt.

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