23. Oktober 2017, 19:14 Uhr

Heßler dritter Jagdpächter in Wißmar

23. Oktober 2017, 19:14 Uhr
Heßler

Lars Helge Heßler ist neuer, dritter Jagdpächter im Revier Wißmar. Der 29-Jährige hatte sich bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung den Jagdgenossen vorgestellt, die ihn schließlich bei nur einer Enthaltung wählten. »Lars Helge Heßler wird unser Team auf gute Weise ergänzen und bereichern«, meinten die Pächter Heinz Grabowski und Dr. Ekkehart Hammermann. Der »Neue« hat nun drei Jahre Zeit, sich in die Aufgaben einzuarbeiten.

Auch bei dieser Versammlung standen Wildschweine im Fokus. Zurzeit, so Jagdvorsteher Thomas Wagner, gebe es im Revier Wißmar einen »hohen Schwarzwilddruck«, entsprechend fielen die Schäden auf Feldern und Wiesen aus. Einig waren sich die Genossen darin, hier müsse etwas geschehen. Dabei wurden in diesem Jahr bereits 40 Säue geschossen, die wenigsten davon im Wald.

Zur Strecke kamen ebenso 28 Stück Reh- und zwei Stück Rotwild. Da aktuell noch zwei große Jagden mit vielen Treibern und je 60 Jägern anstehen, besteht die Hoffnung, den Wildbestand zugunsten des Waldes und der Felder reduzieren zu können.

Pächter Heinz Grabowski beklagte den starken Preisverfall von Wildbret: Bei 0,85 Euro pro Kilo sei der Verkauf nicht wirtschaftlich. Ein Problem sei auch, dass heimische Metzger das Fleisch kaum abnähmen und es keine Kühlmöglichkeiten gebe. Lars Helge Heßler konnte jedoch mit der Information aufwarten, wonach in Bälde ein Kühlraum zur Verfügung stehen werde. An Wildbret interessierte Bürger könnten sich gerne an die Pächter wenden

Nach den Berichten der Sachverständigen ging es um grundsätzliche Fragen. Einigkeit herrschte im hohen Stellenwert der Jagd als Regulativ, was etwa den Erhalt des Waldes, den Schutz der Bäume vor Schälschäden angeht. Werden junge Bäume zu sehr verbissen, mindert das langfristig die Qualität der Stämme. »Wir müssen an einem Strang ziehen, es geht um den Erhalt unserer Kulturlandschaft, aber auch die Wirtschaftlichkeit muss gegeben sein. Jagdpächter schießen nicht wahllos auf alles, was sich im Wald bewegt. Abschusszahlen werden festgelegt, um dem Wald zu helfen, sich zu entwickeln und auch nachfolgenden Generationen noch zur Verfügung zu stehen«, betonte ausgangs Jagdvorsteher Thomas Wagner. Jagdpächter Heinz Grabowski gratulierte er schließlich noch zum 25-jährigen Jubiläum. (Foto: mo)

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