11. Oktober 2018, 18:00 Uhr

Deutsche Erstaufführung

Heimspiel mit Wikingern - Erstaufführung in Licher Kino

Das »Traumstern« war ihr zweites Wohnzimmer: Wiederholt haben Tom E Morrison und Ehefrau Rachel hier vor vollem Haus konzertiert. Nun beschert der gebürtige Steinbacher dem Licher Kino eine deutsche Erstaufführung.
11. Oktober 2018, 18:00 Uhr
Martialische Kämpfe, pure Action: »Viking Destiny – Ergreife dein Schicksal« ist nichts für zart besaitete Gemüter. (Foto: Verleih)

Das »Traumstern« war ihr zweites Wohnzimmer: Wiederholt haben Tom E Morrison und Ehefrau Rachel als Band Bliss hier vor vollem Haus konzertiert. Demnächst beschert der Wahl-Londoner und gebürtige Steinbacher dem Licher Kino eine deutsche Erstaufführung: Für den Genrefilm »Viking Destiny« hat er die Musik komponiert.

Der 24. Oktober dürfte für Herrn Morrison alias Thomas Schmieder abermals zum Heimspiel werden: Eine Art Fan-, Klassen- und Familientreffen ist angesagt, wenn der Musikproduzent und Gitarrist an jenem Mittwoch mitsamt Regisseur David L. G. Hughes und Hauptdarstellerin Anna Demetriou zur Deutschlandpremiere des Actionfilms nach Lich kommt.

 

Eine teuflische Geschichte

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(Foto: Verleih)

»Viking Destiny – Ergreife dein Schicksal« hat es in sich: Eine Kriegerin will den Wikinger-Thron erobern. Prinzessin Helle von Volsung (Anna Demetriou), einzige Tochter von König Asmund, wächst bei ihrem teuflischen Onkel Bard auf. Aus Angst, eine Erbin könnte das Reich schwächen, stimmte der König bei ihrer Geburt einem Tausch gegen Bards Sohn zu. Aus Helle wird eine gewaltige Kriegerin, während Bards Sohn sich als Schwächling herausstellt. Doch bevor Asmund seinen Fehler korrigieren kann, wird er von Bard ermordet, der den Thron beansprucht. Helle versammelt ihre Anhänger – der Kampf um den Thron beginnt...

 

Die Chemie stimmt

Schon einige Jahre komponiert und produziert Tom E Morrison für David L. G. Hughes. Vor gut 15 Jahren lernten sich die beiden kennen, als der Regisseur noch Filmtrailer schnitt und Morrison von dessen Firma in London als Komponist angeheuert wurde. »Wir haben uns auf Anhieb verstanden; er war mit meiner Arbeit sehr zufrieden«, resümiert Morrison im Gespräch mit der Gießener Allgemeinen Zeitung.

So wurde er bald für Hughes’ ersten Kurzfilm »A Girl and A Gun« (2007) eingespannt, danach folgte die Mitarbeit im Low-Budget-Feature-Film »Hard Boiled Sweets« (2012). Der erste Entwurf des Drehbuchs »Viking Destiny« flatterte 2014 ins Haus. Morrison sagt, er habe nicht lange gezögert – natürlich hatte er Lust, dort mitzumachen.

 

Aufregende Tage in Cannes

Bei Kosten von rund drei Millionen Euro gilt »Viking Destiny« in Fachkreisen als Low-Budget-Produktion. Nichtsdestotrotz erlebte der Genrefilm seine Uraufführung im Juli bei den Filmfestspielen in Cannes – das waren vier aufregende Tage für den Steinbacher, der dort gemeinsam mit Regisseur und Produzent Hughes kräftig die Werbetrommel für den 90-minütigen Spielfilm schlug. Das mit Erfolg: »Viking Destiny« ist inzwischen u. a. in den USA und in China herausgekommen. Glanz und Glamour, Stars und Starletts – Cannes wird Morrison noch lange in Erinnerung bleiben, ebenso die Einladung zur Nicolas-Cage-Party. Da wächst die Spannung, was ihn in dieser Woche so alles beim internationalen Filmfestival im spanischen Marbella erwartet.

 

London ist nicht Hollywood

»Filmfinanzierung ist eine sehr langwierige und schwierige Sache und man muss extrem viel Ausdauervermögen mitbringen«, sagt Morrison. Am Anfang sollte seine Musik mit großem Orchester eingespielt werden, dann musste eingespart und sich auf das Wesentliche konzentriert werden. Das Personal für die Kampfszenen wurde von ursprünglich 500 auf 50 Statisten reduziert. »Viking Destiny« kommt demzufolge auch mit »etwas weniger« Schiffen aus, als man das von großen Hollywood-Produktionen her kennt.

 

Rachel Morrison im Background

Schließlich hat Morrison die Filmmusik innerhalb von sechs Monaten in seinem Studio in Nord-London komponiert, eingespielt, aufgenommen und gemischt. Als alle Szenen nach achtmonatigem Filmen und Editieren im Kasten waren, holte er noch einige Sänger und Musiker dazu – »damit der Sound mehr Livecharakter hat.«

Mit von der Partie waren dabei Ehefrau Rachel, Classic Soprano Natascha Hardy (für die Tom E Morrison parallel ein Album produzierte und arrangierte), Bariton Timo Nieminen (der im Film den Bösewicht Bard mimt) und der »Herr der Ringe«-Geiger Dermot O’Crehan.

 

»Heimatburg« in Steinbach

Das Soundtrack-Album zu »Viking Destiny« ist hierzulande auch deshalb von Interesse, weil es von Morrisons Produzenten-Kollege Martin Pfeiffer (Lollar/Butzbach) gemastered wurde. Das Album wird in Kürze über Spotify, iTunes und Amazon zu beziehen sein. Deutschlandweit ist der Genrefilm nach Lich noch ein weiteres Mal öffentlich zu sehen: Morrison & Co. präsentieren »ihre« Wikinger« abermals in Hessen – am Donnerstag, 25. Oktober, um 19 Uhr in der Kino-Passage in Erlenbach. Ihre »Heimatburg« schlagen sie für die Dauer ihres Deutschland-Aufenthaltes natürlich bei Vater Robert Schmieder in Fernwald-Steinbach auf.

 

Film ab 25. Oktober im Handel

»Viking Destiny« läuft am Mittwoch, dem 24. Oktober, um 19.30 Uhr in Lich (Original mit Untertiteln, FSK 16 Jahre). Im Anschluss an die Vorstellung findet ein Filmgespräch mit dem Regisseur und der Hauptdarstellerin statt. Eintrittskarten können unter Tel. 0 64 04/38 10 im »Traumstern« vorbestellt werden. Der Film ist ab 25. Oktober auf DVD und Blu-Ray-Disc erhältlich.

Info

Der Sound macht's
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Tom E Morrison

Musiker, Produzent und Herr über viele Tausend Knöpfe: Tom E Morrison ist beruflich breit aufgestellt. Als »Sound Man« der britischen Rock- und Popsängerin Bonnie Tyler (»Lost In France«, »It’s A Heartache«) ist er seit rund 15 Jahren auf – oder besser gesagt: vor den Bühnen der Welt unterwegs.

Damit das Publikum selbst in der größten Halle und/oder Freiluftarena mit dem optimalen Sound versorgt wird, bedient Morrison die opulente Tontechnik mittendrin – »Front of House«.

Eben erst ging eine überaus erfolgreiche Tour mit Gastspielen unter anderem in Island, Russland, Norwegen und Lappland zu Ende. Heimischen Fans der legendären Rockröhre ist das Konzert in der Rittal-Arena in Wetzlar vom März noch in bester Erinnerung. Für Morrison, den Wahl-Londoner mit familiären Wurzeln in Fernwald-Steinbach gibt es wenig bis keine Zeit für eine Pause – nach seinem Abstecher zum Filmfestival in Marbella zieht es ihn mit der BT-Crew bereits am 20. Oktober ins polnische Katowice.

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