26. September 2017, 13:00 Uhr

Ausgezeichnet

Heimatkundler: Warum ihr Einsatz nicht mit Geld aufzuwiegen ist

Diese Ehrung bekommt man nicht nur einfach so, ohne etwas Besonderes geleistet zu haben. Wieso vier Heimatkundler aus Buseck und Staufenberg den Landesehrenbrief erhalten haben.
26. September 2017, 13:00 Uhr
Ehrende und Geehrte (v. l.): Staufenbergs Bürgermeister Peter Gefeller, Heinrich Hainmüller, Karl Heinz Frank, Elke Noppes, Friedhelm Leblanc und Busecks Bürgermeister Dirk Haas. (Foto: khn)

Sie wühlen in Archiven, sammeln Fotos und Dokumente, organisieren Vorträge, schreiben Aufsätze und Bücher – und helfen so dabei, Identität und Geschichte des Busecker Tals festzuhalten. Für ihren ehrenamtlichen Einsatz über das normale Maß hinaus sind jetzt vier Mitglieder des heimatkundlichen Arbeitskreises Buseck mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet worden. Eine von Landrätin Anita Schneider und Ministerpräsident Volker Bouffier unterschrieben Urkunde sowie eine Anstecknadel erhielten jeweils Elke Noppes, Friedhelm Leblanc und Karl Heinz Frank. Die Ehrung von Ute Zecher wird nachgeholt.

 

Angeleiert hatte alles Heinrich Hainmüller. Er hatte die Heimatkundler am Montag unter dem Vorwand ins Kulturzentrum gelockt, sie würden für ihre langjährige Mitgliedschaft im Arbeitskreis geehrt. Als neben Bürgermeister Dirk Haas auch noch dessen Staufenberger Amtskollege Peter Gefeller auftauchte, mag der eine oder andere bereits geahnt haben: Hier stimmt was nicht. Und als das Wort »Landesehrenbrief » fiel, machten die Heimatkundler große Augen.

 

Verdient gemacht

 

»Nicht jeder bekommt den Landesehrenbrief«, sagte Haas, »sondern nur die, die es auch verdient haben.« Und die sich für die Gemeinschaft verdient gemacht haben (siehe Kasten ). Da wäre zum einen Frank: Er hat das Fotoarchiv der Heimatkundler zusammengestellt. Mittlerweile finden sich dort 5000 Fotos. Einige stammen von Frank selbst; er hat aber auch viele gesammelt und bearbeitet. Diese stellt er dann den Autoren des Busecker Geschichtsbriefes zu Verfügung und hält Vorträge.

 

Oder Elke Noppe. Sie ist Herausgeberin der Ausgabe »Zehn Jahre Busecker Geschichtsbrief« und Autorin zahlreicher Beiträge, die sich mit der Geschichte des Busecker Tals, aber auch darüber hinaus beschäftigen. Als stellvertretende Vorsitzende des Arbeitskreises schrieb sie über Adelssitze, Wirtshäuser, Epitaphe oder das Thal’sche Rathaus. Gesammelt und aufgearbeitet hat sie zusammen mit Mitstreitern außerdem die Beuerner Hausnamen – die früher bekannter waren als die Familiennamen.

 

Einsatz für Ältere und Behinderte

 

Geehrt werden soll außerdem Zecher, die neben einigen Aufsätzen seit der Gründung des Vereins im Jahr 1994 durchgängig die Kasse geführt hat.

 

Lange Zeit beim Arbeitskreis in vorderer Reihe aktiv ist Friedhelm Leblanc. Er hat sich unter anderem mit der Geschichte der Mühlen und Hexenprozessen im Busecker Tal auseinandergesetzt. Hinzu kommt sein Einsatz für den VdK – seit 2003 als Vorsitzender. Er wird Buseck verlassen, um an der Nordsee seine Lebensabend zu verbringen. Haas würdigte ihn als jemanden, der »ungeheur viel Engagement für die Bürger, für Ältere und Behinderte in Buseck » geleistet habe. »Das ist mit Geld nicht aufzuwiegen.«

Info

Mindestens zwölf Jahre

Die Auszeichnung mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen setzt eine mindestens zwölfjährige aktive ehrenamtliche Tätigkeit in der kommunalen Selbstverwaltung oder in kommunalen Einrichtungen, in Vereinen mit kulturellen und sozialen Zielen oder in vergleichbarer Weise voraus. Die Vorgeschlagenen müssen der Auszeichnung würdig sein. Da es sich um eine staatliche Ehrung handelt, besteht jedoch kein Rechtsanspruch darauf.

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