03. März 2017, 19:37 Uhr

»Haushalt trägt grüne Handschrift«

03. März 2017, 19:37 Uhr

Gemeinsam mit den neu eingetretenen Mitgliedern des Stadtverbandes wurde beim Heringsessen der Grünen, zu dem Renate Geiselbrechtinger eingeladen hatte, die aktuelle politische Situation in Linden erörtert. Wie nicht anders zu erwarten, regten jedoch auch die Bundespolitik vor der Wahl im September sowie die internationale Lage »mit einem völlig durchgeknallten amerikanischen Präsidenten« die Diskussion an und die Diskutanten auf.

Für die Stadt Linden zog der Fraktionsvorsitzende Dr. Christoph Schütz eine positive Bilanz, trage doch der Haushalt 2017 eine deutlich grüne Handschrift. Fünf Anträge habe man gestellt – fünf Anträge mit Mehrheit beschlossen. Damit würden grüne Anliegen wie die Fotovoltaikanlage auf der Kita Regenbogenland, die Dämmungsarbeiten in den Kindertagesstätten Bahnhofstraße und Obergasse sowie die Beteiligung am Windpark Lumdatal umgesetzt.

In naher Zukunft würden sich die Lindener Grünen vor allem Verkehrsproblemen annehmen. Demnächst stünden die Planungen des öffentlichen Personennahverkehrs auf der Tagesordnung. So gehe es jetzt darum, die Weichen für eine bessere Anbindung an die Buslinien nach Gießen und eine optimierte Taktung der direkten RMV-Verbindung nach Frankfurt zu stellen. Nur so werden den Pendlern und Reisenden unnötiger Zeitverlust und Chaos erspart und darüber hinaus der Individualverkehr mit seiner schlechteren Energiebilanz reduziert.

Für Winterdienst auf Radwegen

Deshalb müsse auch dringend eine Regelung für die Radwege entlang der Landstraßen her. Es könne nicht sein, dass für mehrere Hunderttausend Euro Radwege gebaut würden, die dann im Winter für die Rad-Berufspendler nicht freigehalten würden. Und nach wie vor bestehe die berechtigte Forderung, die Verbindung zwischen Leihgestern, Großen-Linden und Mühlberg mit Tempo 50 zu versehen und als innerstädtische Straße zu verstehen – 40 Jahre nach der Vereinigung der Gemeinden solle hier eigentlich zusammengewachsen sein, was zusammen gehört.

Aufmerksam würden die Grünen die Planungen für den neuen Kindergarten verfolgen. Hier habe es erkennbare Bestrebungen gegeben, vom Passivhaus-Standard abzuweichen. Angesichts der Tatsache, dass die Kita Regenbogenland schon jetzt mit vergleichsweise extrem niedrigem Energieverbrauch mit der neuen Fotovoltaikanlage praktisch ohne Strom aus dem Netz auskomme, wäre alles andere als Passivhaus-Standard »wahrhaftig ein Schildbürgerstreich erster Güte«.

Allem aktuellen »Personenhype« zum Trotz würden die überlebenswichtigen grünen Themen Energiewende, Klimawandel, Erhaltung der Umwelt auch bei der Bundestagswahl die zentrale Rolle spielen.

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