25. September 2017, 00:27 Uhr

Hans-Jürgen Irmer zieht in den Bundestag ein

25. September 2017, 00:27 Uhr
Hans-Jürgen Irmer gewinnt für die CDU im Wahlkreis 172 das Direktmandat und wechselt vom Landtag in wiesbaden in den Bundestag in Berlin. Im Kreishaus in Wetzlar gratuliert Kontrahentin Dagmar Schmidt (SPD). (Foto: con)

Hans-Jürgen Irmer zieht für die CDU in den Bundestag ein. Er gewann den Wahlkreis 172 deutlich vor SPD-Kontrahentin Dagmar Schmidt. Zum Wahlkreis 172 gehören neben den Kommunen des Lahn-Dill-Kreises auch die Gemeinden Biebertal und Wettenberg.

Gespannt warteten die Zuschauer im Kreistagssitzungssaal in Wetzlar auf die Ergebnisse der Bundestagswahl. Besonders das doch recht hoch ausfallende Ergebnis für die AfD entlockte zunächst manchem der Anwesenden ein Aufstöhnen, bevor dann die ersten Wahlbezirksergebnisse für den Wahlkreis 172 eintrafen. Langsam füllten sich die Ränge des Sitzungssaals – nur die Mitglieder der Linken und der AfD ließen sich am Wahlabend hier nicht sehen. Irmer siegte deutlich. Er bekam im Rennen um das Direktmandat 38,3 Prozent der Erststimmen. Für die Sozialdemokratin Schmidt stimmten 29,7 Prozent. Auf Platz drei landete AfD-Kandidat Willi Wagner (11,7 Prozent), Thorben Sämann (Grüne) kam auf 5,8, Carsten Seelmeyer (FDP) auf 6,3 Prozent.

CDU-Kandidat Irmer freut sich über seinen Einzug in den Bundestag: »Ich will für die gute Kommunikation zwischen dem Lahn-Dill-Kreis und Berlin sorgen«, erklärte er. Er will sich vor allem für die Themen Innere Sicherheit und Bildungspolitik stark machen. Und noch ein Ziel hat der Christdemokrat im Blick: »Wir müssen dafür sorgen, dass wir Stimmen von der AfD für die CDU zurückgewinnen können.«

»Mein erster Gedanke zum Wahlergebnis war, dass mit dem Einzug der AfD in den Bundestag unsere Demokratie auf die Probe gestellt wird«, sagte Dagmar Schmidt in ihrer Stellungnahme. Für das schlechte Ergebnis für die SPD machte sie vor allem den inhaltslosen Wahlkampf verantwortlich: »Es wurde mehr über Statistiken gesprochen, als über richtige Themen«. Auch wenn sie das Direktmandat nicht holte, wird Schmidt vermutlich über die Landesliste in den Bundestag einziehen. Thorben Sämann, Kandidat der Grünen, äußerte sich entsetzt: Besonders das hohe Ergebnis für die AfD im Wahlkreis machte ihm zu schaffen. Freude dagegen bei der FDP: »Man merkt, dass sich unsere Partei ganz neu aufstellen konnte«, sagte Direktkandidat Carsten Seelmeyer.

Abschied dagegen von der früheren Direktkandidatin aus dem Wahlkreis: Sibylle Pfeiffer (CDU). Sie will sich nun erst einmal ihrer Familie widmen. »Die letzten Jahre waren für mich vor allem fremdbestimmt, jetzt habe ich auch für andere Dinge Zeit«, erklärte sie am Wahlabend. »Aber trotzdem freue ich mich darüber, dass ich so eine tolle Aufgabe wahrnehmen durfte«.

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