03. September 2018, 21:52 Uhr

Handwerk bietet Karrierechancen

03. September 2018, 21:52 Uhr
Die Tischlergesellen des Prüfungsjahrgangs 2018 mit ihren Gesellenbriefen. (Foto: sel)

»Um die Zukunft des Handwerks mache ich mir keine Sorgen«: Das sagte Dr. Martin Pott, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Wiesbaden, während der Freisprechungsfeier der Tischlerinnung Gießen und der Landesinnung Parkett- und Fußbodentechnik in der Theodor-Litt-Schule in Gießen. Die Parkett- und Bodenleger sind als eine von 20 Innungen bei der Kreishandwerkerschaft Gießen angebunden.

Pott lieferte gute Gründe für seine Überzeugung. Zum einen »brumme« die Konjunktur im Handwerk nun schon seit fast einem Jahrzehnt, ohne dass auf absehbare Zeit mit einem Einbruch zu rechnen wäre. Eine Mehrheit der Betriebe würde sogar noch mehr Aufträge abarbeiten, es fehlt allein an Fachkräften. Der Drang junger Menschen, nach dem Abitur ein Studium beginnen zu wollen, sei ungebremst. Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten im Handwerk seien dagegen zu wenig bekannt.

Der aktuelle Blick auf den Nachwuchsbereich stimme jedoch optimistisch. Das Tischlerhandwerk sei dafür ein gutes Beispiel. Derzeit werden an der Theodor-Litt-Schule als zuständige Berufsschule im Rahmen der dualen Ausbildung in der Summe der drei Lehrjahre 80 junge Menschen zu Schreinern ausgebildet. Noch vor wenigen Jahren waren es nur halb so viele.

Duale Berufsbildung ausbauen

Die Innungsobermeister Andreas Römer (Tischler) und Michael Blum (Parkett- und Bodenleger) sowie Gießens Kreishandwerksmeister Walter Kwartnik forderten zu konsequenter Weiterbildung auf und sprachen sich für Erhalt und Ausbau der dualen Berufsbildung aus. Deren Erfolgsgeschichte hänge unmittelbar mit der Meisterpflicht in den ausbildenden Handwerksberufen zusammen.

Als innungsbeste Tischlergesellen wurden Adrian Glaser (Grünberg) und Lea Lauber (Langgöns) ausgezeichnet. Gewinner des Gesellenwettbewerbs »Die Gute Form« ist Marcel Bingel (Pohlheim), den zweiten Platz belegte Lea Lauber. Belobigungen für ihre Gesellenstücke erhielten zudem Jan Falkenhain (Gießen), Frank Müller (Gießen) und Benjamin Quiring (Leun). Innungsbester Bodenleger ist Julian Stoll (Langgöns).

Die Junggesellen des Tischlerhandwerks: Stephanie Bette (Biebertal, Ausbildungsbetrieb Lahnau-Akustik, Dorlar), Adrian Glaser (Grünberg, AB Oliver Gorr, Grünberg), Karl-Philip Volk (Buseck) und Felix Heuser (Biebertal, beider AB Rainer Volk, Oppenrod), Martin Anderl (Langgöns, AB IBS, Pohlheim), Marcel Bingel (Pohlheim, AB Zeiss GmbH, Holzheim), André Euler (Mücke, AB Thomas Euler, Nieder-Ohmen), Jan Falkenhain (Gießen, AB Steven Kaminski, Gießen), Maximilian Guntrum (Wettenberg) und Lea Lauber (Langgöns, beider AB Adam Innenausbau, Rodheim-Bieber) Julian Jäger (Buseck, AB Jugendwerkstatt Gießen), Paul Kauer (Wettenberg, AB Bernhard Ruhland, Gießen), Fabian Leschhorn (Lich, AB Adelt GmbH, Watzenborn-Steinberg), Oliver Märzhäuser (externer Prüfling ohne AB), Lukas Müller (Schotten, AB Tobias Herbert, Steinbach), Benjamin Quiring (Leun, AB Hofmann Innenausbau, Hüttenberg), Virginia Schwalb (Fernwald, AB Matthias Bender, Rabenau-Odenhausen) sowie Frank Müller (Gießen) und Nicholas Schäfer (Heuchelheim, beider AB Bildungswerk der Hess. Wirtschaft, Gießen).

Der Berufsnachwuchs aus dem Gießener Land der Landesinnung Hessen Parkett- und Bodenleger: Marius Heisiph (Fernwald, AB Wellhöfer, Gießen) und Julian Stoll (Langgöns, AB Margarete Stoll, Langgöns).

Schlagworte in diesem Artikel

  • Handwerkskammern
  • Karriere
  • Lukas Müller
  • Michael Blum
  • Gießen
  • Franz Ewert
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos