05. Dezember 2018, 22:26 Uhr

Gulaschkanone und Schuldenabbau

05. Dezember 2018, 22:26 Uhr

»Heuchelheim geht es gut«, pflegt Gerhard Becker gerne bei den Beratungen zum Gemeindehaushalt zu sagen. Und selten hat der Fraktionschef der Freien Wähler damit so sehr recht wie heute. Mehr als 8 Millionen Euro Gewerbesteuer werden 2019 erwartet, dazu 4,8 Millionen Euro Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer und über eine Million Euro Grundsteuer – die Zahlen sprechen für sich.

Zumal damit noch kräftig investiert werden soll: Die alte Schule in Kinzenbach wird auf Vordermann gebracht, das Mehrzweckgebäude dort soll neue Herde für die Küche bekommen, die Kegelbahn in der Sporthalle wird überholt, das Foyer der Sporthalle steht auf dem Plan, es gibt vier neue Buswartehäuschen, die Verwaltung wird umgebaut, es gibt eine neue Wasserleitung für die Berkenhoffstraße, die DLRG bekommt ihre neue Garage fürs neue Fahrzeug – und Schulden werden obendrein noch getilgt. So jedenfalls sieht es der Plan vor, den die Kommunalpolitik derzeit bereit – und wohl mit breiter Mehrheit gutheißen wird. Im Haupt- und Finanzausschuss unter Vorsitz von Klaus Steinmüller (KWI) jedenfalls haben alle sechs Fraktionen Zustimmung signalisiert. In der kommenden Woche (Dienstag, 19 Uhr, Linnpfad) soll der Beschluss in öffentlicher Sitzung gefasst werden.

Für etwas eingehendere Beratung sorgte in den Fachausschüssen der geplante Kauf einer »Gulaschkanone«. Der Ansatz für eine solche mobile Feldküche, zu verbuchen unter der Kostenstelle Allgemeine Katastrophenhilfe, liegt bei 50 000 Euro. Die Fraktionen verständigten sich jedoch darauf, dass auch 25 000 Euro für den Kauf reichen werden. Auch ohne Katastrophen, so steht zu erwarten, solle die fahrbare Suppenküche regelmäßig genutzt werden. Bürgermeister Steinz weiß schon um drei Freiwillige, die sich zu »Feldköchen« ausbilden lassen wollen.

Auf Antrag der SPD soll der Zuschuss der Gemeinde Heuchelheim zum Betrieb des Hallenbades Biebertal einmalig um 5000 auf dann 35 000 Euro erhöht werden. Dies, um ein politisches Signal zu setzen und zugleich den Schwimmunterricht für Kinder zu unterstützen.

Dankbar sind die Heuchelheimer, dass jetzt belastbares Zahlenmaterial aus Biebertal vorliegt, und zwar konkrete Kosten je Stunde Bäderbetrieb. SPD-Fraktionsvorsitzender Benjamin-Sebastian Unverricht spricht vom hohen Stellenwert des Schwimmunterrichts für Schüler und dem »Gebot nachbarlichen Zusammenhalts, hierzu einen angemessenen Beitrag zu liefern«.

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