Kreis Gießen

Grüne fordern Einrichtung eines Runden Tisches

Eine intensive Debatte über die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes im Landkreis Gießen hat die Kreistagsfraktion der Bündnisgrünen auf ihrer Klausurtagung geführt. Wie es eingangs der Pressemitteilung heißt, lag Schwerpunkt der Beratungen insgesamt auf dem Bereich Bildung.
12. August 2018, 19:37 Uhr
Redaktion

Eine intensive Debatte über die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes im Landkreis Gießen hat die Kreistagsfraktion der Bündnisgrünen auf ihrer Klausurtagung geführt. Wie es eingangs der Pressemitteilung heißt, lag Schwerpunkt der Beratungen insgesamt auf dem Bereich Bildung.

Ab dem Jahr 2020 sind auch die offenen Ganztagsangebote als Schulbildung anerkannt. Das bedeute, dass fortan bei Bedarf auch für diesen Teil des Schulalltags Teilhabeassistenzen bereitgestellt werden müssen. »Wir möchten aber gerne, dass dies spätestens zum Schuljahresbeginn im August 2019 umgesetzt wird«, wird Kreisbeigeordnete Hiltrud Hofmann, Mitglied im Behindertenbeirat des Landkreises, zitiert.

Am besten, so die Grünen, sollte ein runder Tisch aus Schulverwaltung, Sozial- bzw. Jugendamt sowie anderen Kostenträgern wi Krankenkassen einberufen werden, um zu klären, welche weiteren Schritte in diesem Bereich notwendig und sinnvoll sind. Als Beispiele werden die vermehrte Poolbildung (eine Teilhabeassistenz für mehrere Schüler und Schülerinnen) oder die Erarbeitung Integrierter Teilhabepläne (wenn mehrere Kostenträger wie Sozial- oder Jugendamt und Krasse zuständig sind) angeführt. So lasse sich verhindern, dass Zuständigkeiten zulasten der Kinder hin- und hergeschoben würden, wie es im Fall von chronisch kranken Kindern fast die Regel sei. Vorsitzender Christian Zuckermann: »Es wäre für alle Beteiligten sehr hilfreich, wenn hier ein transparentes Verfahren gefunden würde, das die Zuständigkeiten schnell klärt.«

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