29. November 2018, 22:17 Uhr

100 000 Lichter

Grünbergs Diebsturm in weihnachtlichem Glanze

29. November 2018, 22:17 Uhr
In der Weihnachtszeit dank neuer Beleuchtung künftig auch des Nachts weithin zu sehen: Grünbergs Diebsturm. (Foto: tb)

Vorbei sind die Zeiten, da Grünbergs Wahrzeichen des Nachts kaum auszumachen war: An die 100 000 LED-Lämpchen lassen ihn jetzt weithin erstrahlen. Ein buchstäbliches Highlight der neuen, schöneren Weihnachtsbeleuchtung der Gallusstadt. Die soll nach und nach und auch in der Altstadt erweitert werden. Gedacht ist unter anderem an Lichterketten in den Baumkronen rund um den Kirchenplatz.

450 000 Euro für Turmsanierung

Für besagtes Highlight haben schwindelfreie Industriekletterer gesorgt. In 25 Meter Höhe installierten sie vier große Sterne und ungezählte Lichterketten, an der Brüstung und selbst bis zum allerhöchsten Punkt der Turmspitze hinauf. Ob von der Hohen Staße nach Münster oder vom Wartturm Richtung Rabenau ist Grünbergs Wahrzeichen jetzt zu sehen. Immer von der Woche vor dem ersten Advent bis zur Jahreswende.

Auch in den kommenden Jahren soll das Anknipsen der 100 000 Lichter stets mit einem »Adventsleuchten« verbunden sein, mit Glühwein, Bratwurst und Kinderpunsch. So wie zur Wochenmitte, als unter überraschend großer Beteiligung der Bevölkerung Bürgermeister Frank Ide und Marktmeisterin Johanna Lang den roten »Buzzer« drückten, also die LED-Lämpchen mit Strom versorgten. Wie Grünbergs Verwaltungschef auf GAZ-Anfrage sagte, werden die Gesamtkosten des neuen Highlights mit 18 000 Euro veranschlagt. Gut die Hälfte davon trage die Stadt, den Rest die Werbegemeinschaft sowie ein Sponsor.

Die Summe freilich ist ein Klacks, vergleicht man sie mit den gutachterlich ermittelten Kosten für die Sanierung des Turms. Der freilich hat schon 800 Jahre auf dem Buckel, ward mal als Gefängnis, mal als Wasserturm, mal als Munitionslager genutzt (Letzteres sorgte zu Kriegsende für eine Sprengung, die dem Turm die Spitze nahm). Sanieren heißt hier im Wesentlichen Neuverfugen, Ausbessern von Mauerwerk und Absichern des Treppenaufgangs. 450 000 Euro wurden in den Etatentwurf 2019 eingestellt, die Stadt hofft auf Zuschüsse in Höhe von insgesamt 300 000 der Landes- und Bundesdenkmalpflege.

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