25. Februar 2018, 21:17 Uhr

»Gonterskirchen« bleibt noch lang in Erinnerung

25. Februar 2018, 21:17 Uhr
Die geehrten Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Laubach. (Foto: dis)

Auf nicht weniger als 101 Einsätze – darunter 20 Brände, 48 technische Hilfeleistungen, 19 Brandsicherheitsdienste, aber auch zwölf Fehlalarme – kam die Freiwillige Feuerwehr Laubach im vergangenen Jahr. Wie Wehrführer Dominik Mebus anmerkte, gestalteten sich einige sehr schwierig und belastend. Zuvörderst zu nennen ist da natürlich die Bluttat in Gonterskirchen im November. »Einer der schlimmsten Einsätze in der jüngeren Geschichte der Wehr«.

Nachwuchsmangel: Politik gefordert

Zu einem »Zimmerbrand« alarmiert , so Mebus, hatte sich beim Eintreffen bald herausgestellt, dass dies kein normaler Einsatz werden würde, ein Verbrechen geschehen sein musste. Schließlich war bereits eine gefesselte Person von Nachbarn gerettet worden. »Nach Aussage der Frau befand sich ihr Lebensgefährte noch in dem brennenden Gebäude. Nach längerer Suche durch mehrere Atemschutztrupps konnte der gefunden werden. Leider kam hier jede Hilfe zu spät. Die visuellen Eindrücke und die schrecklichen Umstände werden allen beteiligten Kräften noch lange in Erinnerung bleiben.«

Nach Mebus fanden 24 reguläre Übungen, ein Atemschutz-Workshop und eine kreisweite Katastrophenschutzübung statt, welche in der Gemarkung Laubach ihren Ausgang nahm.

Im Moment stehen 52 Aktive für den Bereich Laubach und Lauter bereit, zwei Jugendliche konnten in die Einsatzabteilung übernommen werden. Die Politik müsse sich überlegen, wie man Aktive gewinnen kann. Zum Thema »Gerätehaus-Neubau« sagte Mebus, hier hätte man sich den Startschuss längst gewünscht.

SBI Timo Loth sprach ebenso den schwierigen Einsatz in Gonterskirchen an, der auch bei ihm seine Spuren hinterlassen habe. Dabei bemängelte er, genau wie Bürgermeister Peter Klug, das Verhalten einiger Presseorgane. Klug betonte, wie wichtig die ehrenamtliche Tätigkeit der Feuerwehr sei, was wie bei anderen Hilfskräften oft zu wenig Anerkennung in der Öffentlichkeit erfahre. Teils würden diese heute sogar angegriffen.

Vorsitzender Lase Baumann berichtete von einer erfolgreichen Veranstaltung am 1. Mai, ebenso die Präsenz beim Lichterfest in Zusammenarbeit mit der FFW Lauter sei gut verlaufen. In diesem Jahr will man wieder eine Aktiven- als auch eine Helferfahrt durchführen.

Aus der Jugendarbeit berichtete Simon Schmadel, von der Minifeuerwehr durch Andreas Heuser, aus der Alters- und Ehrenabteilung Karl Heinz Högel. Für den Musikzug zog Antje Müller in Vertretung von Hans-Gerd Reitz die Bilanz.

Für 25 Jahre aktive Mitgliedschaft wurden Zoltan Molnos und Olaf Pülm geehrt, 25 Jahre passiv sind Friedel Eggebrecht, Adelheid Kappesser, Ernst Joachim Rühl, Fritz Frank, Reinhold Köhler, Lothar Appel, Georg Friedrich Lotz, Hans Gerd Diehl, Thorsten Rühl, Michael Rühl, Erdal Dede, Bruno Jesse, Wolf Dieter Schulz, Dieter Wenk, Heinz Hofmann und Josef Häupl.

Für 40 Jahre passive Mitgliedschaft wurde Wolfgang Baumgartner, Rudolf Beck und Franz Vogeltanz, für 50 Jahre Hans Georg Metzger und Fritz Rossbach, für 55 Jahre Helmut Lenz und für 75 Jahre Helmut Groh ausgezeichnet.

Sparen für neuen Bus

Luisa Schmadel wurde zur Feuerwehrfrau, Dominik Steidl, Florian Momberger und Leopold Oßwald zu Oberfeuerwehrmännern, Kevin Weisel sowie Leon Schmücker zu Feuerwehranwärtern befördert.

Der Verein hat gegenwärtig 553 Mitglieder, wie Kassenwart Dieter Graf vermeldete. Neben Timo Loth wurde als neuer Kassenprüfer Stephan Högel gewählt; Andre Sussmann ist Ersatzkassenprüfer.

Wie Vorsitzender Baumann mitteilte, sind dieses Jahr keine Anschaffungen geplant, gespart wird aber für eine neue Küche im Neubau. Auch für einen neuen Bus muss eine Rücklage gebildet werden.

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