18. Juli 2017, 10:00 Uhr

Golden Oldies

Golden Oldies: Überwachung der Zufahrten, Kontrolle von Taschen

Ein Festival wie Golden Oldies mit 70 000 Besuchern kann nicht lückenlos überwacht werden. Doch das Sicherheitskonzept hat höchste Priorität. Was ist geplant, um einen ungetrübten Besuch zu ermöglichen?
18. Juli 2017, 10:00 Uhr
Auch in diesem Jahr wird die Polizei vom 28. bis 30. Juli bei »Golden Oldies« in Krofdorf-Gleiberg präsent sein. (Archiv-Foto: ep)

Im vergangenen Jahr hatte es eine Bombendrohung gegen das Festival in Krofdorf-Gleiberg am letzten Juliwochenende gegeben. Diese hatte sich im Nachhinein glücklicherweise als falsch herausgestellt. Doch was ist, wenn ein Attentäter ohne Vorwarnung zuschlägt? Wie etwa der Rucksack-Bomber in bayerischen Ansbach fast auf den Tag genau vor einem Jahr bei einer Open-Air-Veranstaltung? Was kann getan werden, um die Sicherheit der Besucher bei Golden Oldies vom 28. bis 30. Juli in Krofdorf-Gleiberg sicherzustellen?

 

Offene Veranstaltung

 

Denn eine der Besonderheiten des Festivals ist gerade seine Offenheit. Es ist kaum möglich, das ganze Dorf hermetisch abzuriegeln – zumal es ein Teil des Gesamtkonzepts ist, dass Autos – hier Oldtimer – rein- und rausfahren. Und das Dorf ist nicht so eng umgrenzt wie etwa ein Stadion oder eine Oktoberfest-Wiese, wo man das Gelände einzäunen kann.

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Th. Brunner

»Das Sicherheitskonzept entsteht in enger Zusammenarbeit mit Experten von Brand- und Katastrophenschutz, Polizei, Rettungsdienst, Straßenverkehrsbehörden und Sicherheitsdienst sowie unserem bewährten Team«, zeigt der Wettenberger Bürgermeister Thomas Brunner auf Anfrage auf, wer alles eingebunden ist. Und sagte weiter: »Bei den Planungen werden sowohl die aktuelle Sicherheitslage als auch die Erfahrungen von anderen Veranstaltungen genutzt, um zu einer möglichst hohen Sicherheit für die Gäste, die Aktiven, die Bevölkerung und für die Mitarbeiter zu kommen«.

 

Zusammenarbeit aller Kräfte

 

Das Rote Kreuz wird wie schon bei den zurückliegenden Veranstaltungen an mehreren Punkten im Dorf mit Teams stationiert sein. Die Polizei und der seit Jahren bewährte private Sicherheitsdienst werden ebenfalls Präsenz zeigen.

Wie viele Einsatzkräfte vor Ort sein werden, kann derzeit noch nicht genau beziffert werden. Allzu viele Details will man aus taktischen Überlegungen heraus auch nicht veröffentlichen. Klar ist jedoch, dass die Einsatzstärke von Polizei und Security kontinuierlich der aktuellen Entwicklung angepasst wird.

 

Einige Zufahrten gesperrt

 

Kontrollen wird es an den Kassen geben, und schon vorher werden die Zufahrten zu den Großparkplätzen und für Oldtimer-Besitzer zum Festival-Gelände gesichert. Die Ehrenamtlichen werden dabei von Polizei und Sicherheitsdienst unterstützt. Zentral sind die Zufahrten von Gießen her kommend am Augarten, aus Richtung Wißmar an der Wißmarer Straße und von der Umgehung her kommend an der Kinzenbacher Straße. Dort weisen Feuerwehrleute die Autofahrer ein. Polizeibeamte stehen bereit, die bei Bedarf das eine oder andre Fahrzeug genauer unter die Lupe nehmen. Dicht gemacht wird die Zufahrt ins Dorf über die Waldhausstraße von Salzböden her kommend. Da wird die Sperrung schon an der Schmelzmühle ausgeschildert, und am Ortseingang wird eine mobile Sperre errichtet. Nachgedacht hat man im Rathaus da etwa über Betonpoller. Voraussichtlich wird die Straße aber mit einem großen Fahrzeug blockiert.

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