12. April 2019, 22:27 Uhr

»Gießener Lahntäler«

12. April 2019, 22:27 Uhr
Allendorfs Bürgermeister Thomas Benz hat eine sportliche Route vor allem für Mountainbikefahrer vorgeschlagen. (Foto: pm)

Es geht voran mit dem Nordkreiskonzept: Parlamentarier aus Lollar, Staufenberg, Allendorf/Lumda, Rabenau, Buseck und Reiskirchen erhielten jüngst Einblicke in die ersten Ergebnisse. Ihre Anregungen und Wünsche werden von den Verantwortlichen des Vereins Region Gießener Land in den weiteren Prozess aufgenommen. »Uns ist es wichtig, dass das Konzept umgesetzt wird, und dazu brauchen wir die Unterstützung der Parlamente«, sagte Peter Gefeller, Bürgermeister von Staufenberg, zur Bedeutung der Info-Veranstaltung.

Mehr Besucher anlocken

Seit April 2018 arbeiten die sechs Städte und Gemeinden an einem gemeinsamen Konzept, das die Kommunen touristisch miteinander verbinden soll. Ein Gelingen der Umsetzung hänge davon ab, ob die Kommunen weiterhin gemeinsam an einem Strang ziehen, welche Organisationsform sie wählen und ob sie bereit sind, die nötigen Finanzmittel dafür einzuplanen, erklärte die stellvertretende Regionalmanagerin Elke Hochgesand vom Verein Gießener Land. Gute Beispiele für den erfolgreichen Zusammenschluss von Kommunen im Kreis Gießen seien das Gleiberger Land und die vier Kommunen im Osten: Laubach, Lich, Hungen und Grünberg. Sie bündelten ihre touristischen Angebote und lockten so mehr Besucher in die Region.

Der Tourismus im Gießener Land erfreue sich einer steigenden Nachfrage. So wuchsen die Übernachtungszahlen von 2012 bis 2017 um 16 Prozent. Davon profitieren nicht nur tourismusbedingte Arbeitsplätze, sondern auch andere Wirtschaftsbereiche. Ein Ausbau des Freizeit- und Tourismusbereichs unterstütze die Ansiedlung von Unternehmen, denn diese prüften auch, was sie ihren Mitarbeitern in der Freizeit anbieten können, erläuterte Anette Kurth, Regionalmanagerin beim Verein Gießener Land.

In der Diskussionsrunde wiesen die Parlamentarier auf die Aufnahme der Lumdatalbahn, deren Reaktivierung geplant ist, und vorhandener Radwege hin. Diskutiert wurde zudem die Idee zur Einrichtung einer halben Stelle für einen gemeinsamen »Kümmerer« für die sechs Kommunen. Als Bindeglied zu den Kommunen und anderen Destinationen wäre es seine Aufgabe, wichtige Akteure für touristische Produkte zu motivieren, aber auch neue Projekte zu entwickeln und Qualifizierungen auf den Weg zu bringen. »Die Kosten solch einer Stelle belaufen sich nicht auf gewaltige Summen und sind machbar. Vor allem, wenn sie durch die sechs Kommunen geteilt werden«, sagte Gefeller.

Ein Namensvorschlag für die gemeinsame Vermarktung wurde bereits entwickelt und den Parlamentariern vorgestellt. Als »Gießener Lahntäler« mit dem Zusatz »Lahn-Lumda-Wieseck-Salzböde« möchten die Kommunen vor allem Zielgruppen ansprechen, die die regionale Küche lieben, qualitätsorientiert und kulturinteressiert sind. Aber auch für junge Familien, die gerne in der Natur unterwegs sind, sei dieser Teilraum geeignet.

Infos zum derzeitigen Stand des Projektes sind unter www.giessenerland.de zu finden. Fragen beantwortet das Regionalbüro unter Tel. 06 41/97 19 55 31, Ansprechpartnerin ist Elke Hochgesand.

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