21. Februar 2008, 18:30 Uhr

»Gießener Gebäudepass« für Zimmerleute kein Zugewinn

Gießen/Fernwald (pm). Peter Buß aus Ettingshausen bleibt weitere fünf Jahre Obermeister der Zimmerer-Innung. Die in der »Ratsschänke« in Steinbach tagende Innungsversammlung wählte ihn einstimmig in seine zweite Amtszeit.
21. Februar 2008, 18:30 Uhr
Peter Buß

Ebenso einstimmig wurde der gesamte bisherige Innungsvorstand im Amt bestätigt: Christopher Rinn (Heuchelheim) als stellvertretender Obermeister sowie die Vorstandsmitglieder Martin Stein (Gr.-Buseck), Peter Bender (Climbach) und Peter Schmidt (Laubach), die zugleich im Meisterbeisitzer im Ausschuss für Berufsbildung sind.

In Sachen Nachwuchs hat die 19 Mitgliedsbetriebe umfassende Zimmerer-Innung Gießen derzeit einen kleinen Durchhänger. Buß musste in seinem Bericht festhalten, dass 2007 nur ein einziger Lehrling freigesprochen werden konnte. Das war Jörn Müller aus Bellersheim, der in der dortigen Firma Weil ausgebildet wurde und seine Gesellenprüfung erfolgreich ablegte. Derzeit befinden sich noch zehn junge Menschen in den Betrieben der Gießener Zimmerer-Innung in ihrer dreijährigen Ausbildung. 2008 werden laut Buß wieder vier Lehrlinge zur Gesellenprüfung zugelassen. Bei der Bau-Expo war die Innung mit einem Gemeinschaftsstand vertreten. Aus den bei der Baumesse erzielten Verkaufserlösen wurde das Kinder- und Jugendheim Leppermühle mit 1500 Euro unterstützt sowie das Holz- und Technikmuseum in Wißmar mit 500 Euro für die Anschaffung eines Mikroskopes. Mit diesem Museum pflegen die Zimmerer »von Standes wegen« besondere Beziehungen, hier erhielt auch der Sägebock von der Bau-Expo seinen endgültigen Standort.

Im Rechenschaftsbericht wies der Obermeister auch auf die Beteiligung der Innung beim Hessentag in Butzbach hin, der im Zusammenwirken mit dem Holz- und Technikmuseum zustandekam. Für die heimischen Betriebe könnte auch von Vorteil sein, dass die hessischen Kommunen und Landkreise inzwischen öffentliche Aufträge bis zu einem Wert von 50000 Euro je Gewerk freihändig vergeben dürfen, also nach beschränkter Ausschreibung im heimischen Raum. Dagegen brachte die Initiative »Gießener Gebäudepass« für das Zimmerer-Handwerk nicht den erhofften Erfolg.

Zum Fachvortrag hatten sich die Zimmersleute Frank-Peter Bieber eingeladen, der im Mittelhessischen die Firma Rigips repräsentiert. Er stellte eine besondere Platte zum Einsatz im Holzbau vor. Diese großformatige, durch Verdichtung verfestigte Platte eignet sich besonders zum Einsatz im Holz- und Modellbau. Ihr Ausmaß von bis zu sechs Metern vermeidet Fugen, was die Gefahr der Rissbildung erheblich reduziert, sie ist als Feuchtraumplatte einsetzbar, hat Vorteile im Brand- wie im Schallschutz, kann als statisch wirksame Platte verwendet werden und ist für jede Art der Oberflächenbeschichtung durch Streichen, Putzen, Befliesen und Tapezieren geeignet.

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