30. Mai 2019, 20:12 Uhr

Geschichte(n) aus der Vorstadt

30. Mai 2019, 20:12 Uhr
Ausgangspunkt des literarischen Spaziergangs auf den Spuren von Peter Kurzeck ist die Rote Schule in der Vorstadt. (Foto: vh)

Auf dem Peter-Kurzeck-Platz in der Vorstadt trafen sich am Sonntagnachmittag etliche Teilnehmer eines literarischen Spaziergangs auf den Spuren jenes Dichters und Autors († 2013), der unweit der Roten Schule seine Kinder- und Jugendzeit verbracht hatte. Seitdem es die Peter-Kurzeck-Web-App gibt, können Interessierte die zwölf Stationen in Staufenberg auf eigene Faust erkunden.

Spaziergänge mit der Peter-Kurzeck-Gesellschaft nehmen normalerweise nicht den gesamten Weg »unter die Füße«, auch diesmal genügten wenige Schauplätze. Am Ausgangspunkt der Tour, der Roten Schule, sprach Bürgermeister Peter Gefeller ein Grußwort. Er erinnerte am Tag der Europawahl daran, dass die App aus Mitteln des EU-Programms LEADER mitfinanziert worden ist. Gesellschafts-Vorsitzender Marcel Baumgartner teilte mit, ihm wäre es lieber gewesen, wenn Roland Heger, der zusammen mit Hans Fink die App besprochen hatte, die Wanderung wortreich begleitet hätte. Doch Heger agierte diesmal (fast) nur als Zuhörer. Prof. Otfried Ehrismann bediente derweil an den Stationen ersatzweise die App. Schräg gegenüber der Roten Schule, unter dem Dach der heutigen Goetheschule, lebte Kurzeck während seines Aufenthalts in Staufenberg auf dem von ihm so benannten Flüchtlingsfamiliengemeinschaftsdachboden.

Andreas Maier liest Kurzeck

Roland Heger berichtete genau an dieser Stelle von früher: »Denkt man sich die Anbauten weg, standen früher dort die Waschküche und der Hühnerstall für die Lehrer. Schulspeisung nach dem Krieg gab es auch. Am Kreuz, wiederum eine Station nah bei der Goetheschule, standen früher die Prellsteine, damit Kuhfahrzeuge beim Abbiegen nicht die Zäune rammten.« Allerdings war die Straße (Vorstadt) früher schmaler als heute. Erinnerung von anno dazumal: Panzer der US-Amerikaner mussten zu Kriegszeiten ebenfalls diese Hindernisse umschiffen. Zwei dieser Prellsteine aus der Vorstadt stehen heute noch am Eingang zum Peter-Kurzeck-Platz. »Beim Poul«, der Ende der 60er Jahre zugeschüttet wurde, versammelten sich die literarischen Wanderer erneut. Hier war der historische Feuerlöschteich am Rande der Stadt, es wurden Kühe und Pferde gewaschen, im Winter liefen die Kinder Schlittschuhe. Heute ist der »Poul« ein befestigter Parkplatz. Von dort aus ging’s weiter hoch hinauf zum Burghaus. Autor Andreas Maier, der Kurzeck aus dessen Frankfurter Tagen kennt und schätzt, unterhielt die literarische Gruppe noch mit einer Kurzeck-Lesung.

Die App zur literarischen Tour ist abrufbar unter www.peter-kurzecks.wege.de.

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