03. September 2019, 21:38 Uhr

Gelungenes Mehrgenerationenprojekt

03. September 2019, 21:38 Uhr
Der Jubiläums-Chor beim Vortrag. (Foto: mo)

Im Gemeinschaftshaus Dorlar feierten etwa 170 Gäste das 90-jährige Bestehen des Frauenchors Dorlar. Ursula Claudy, die langjährige Vorsitzende, grüßte die festlich gekleideten Jubiläums-Sängerinnen, geleitet von Elvira Claas. Sie freute sich über die Programmmitgestaltung durch den Frauenchor aus Daubhausen, die Männer des Gesangvereins Lahnthal-Dorlar, geleitet von Marlon Esenkan, und den Pianisten Oliver Blütgen.

Claudy wusste vom Anfang des Chores, und davon zu berichten, dass sich 1919 die Pfarrersleute Heider um die Jugend kümmerten. Die Pfarrfrau nahm dabei stärker die Mädchen unter ihre Fittiche und gründete mit ihnen eine Gesangsgruppe, aus der der Frauenchor entstand. Lehrer Karl Plank war der ersten Chorleiter. Über die Zeit des Zweiten Weltkrieges ruhte die Chorarbeit und konnte 1952 durch Lehrer Plank wieder aktiviert werden. Lehrer Heinrich Müller übernahm den Chor 1957, er leitete auch den Männerchor Dorlar, was zu vielen schönen gemeinsamen Auftritten führte. 1999 übernahm Plamen Georgiev die Stabführung des Chores und führte ihn 15 Jahre. »Mit gerade einmal fünf Chorleitern und Chorleiterinnen besteht der Chor nun schon neun Jahrzehnte und ist in unseren Augen ein richtig gutes Mehrgenerationenprojekt. Wir stehen heute hier zwar nicht mehr als allzu großer Chor, aber hochmotiviert und mit der Hoffnung, dass sich die Zeiten für die klassischen Frauenchöre wieder bessern,« so Claudy abschließend.

Das folgende musikalische Programm bot eine Auswahl bekannter Melodien alter und neuer Meister. »Musik erfüllt das Leben...«, verkündeten die Jubiläumssängerinnen, ließen »Die schöne Jägerin« von Franz Josef Siegel und den Satz von Lorenz Maierhofer »Fröhlich klingen unsere Lieder« folgen.

Der Frauenchor Daubhausen überraschte mit »Nkosi sike iele africa Syahamba« aus Südafrika und anderen Beiträgen. Der Gesangverein Lahnthal erwies sich unter anderem mit »Entschuldigung« von Friedrich Silcher als gut vorbereitet. Große Bühne gab es beim solistischen Vortrag von Elvira Claas, die mit »Die Julischka aus Budapest« aus der Operette »Maske in Blau« erfreute.

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