04. Dezember 2017, 19:56 Uhr

Gelebte Nächstenliebe

04. Dezember 2017, 19:56 Uhr
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Von Klaus Moos
Handarbeiten in großer Auswahl werden zum Jubiläumsbasar angeboten. (Foto: mo)

Das kann sich sehen lassen: Seit fünf Jahrzehnten richtet die evangelische Kirchengemeinde in Krofdorf-Gleiberg einen Basar in der Vorweihnachtszeit aus. »Es ist viel geschehen und es wurde vieles bewirkt. Das war und ist ein echter Dienst der Nächstenliebe an Menschen in Not«, hieß es am Sonntag im Gottesdienst in der Margarethenkirche in Krofdorf. Im Anschluss wurde der 50. Basar eröffnet.

Pfarrer Christoph Schaaf verlas ein Grußwort von Holde Barnikol, die vor 50 Jahren als Pfarrfrau mit der Frauenhilfe den ersten »Weihnachtsbasar – Brot für die Welt« gestaltete. Anstoß war seinerzeit eine Information von Winfried Simon, dem Sozialsekretär der evangelischen Kirche im Rheinland über die christliche Kirche in Afrika. Vor allem in Burkina Faso fehlte es an allem. Die Frauenhilfe fühlte sich gefordert, dann war es der Nähkreis, später der Strickkreis.

Stets verstanden die Frauen ihre Unterstützung auch als Hilfe zur Selbsthilfe vor Ort in Afrika – etwa für den Bau von Brunnen und Schulen. »Der Basar war für mich und meinen Mann, Pfarrer Hanns Christoph Barnikol, stets ein sehr wichtiges persönliches Anliegen. Ich freue mich sehr, dass es damit weitergeht und danke allen, die sich weiter für den Basar einbringen«, schrieb Holde Barnikol. Dank der Initiative von Karin Wegener, die seit 13 Jahren die Fäden zieht, war auch der 50. Basar ein großer Erfolg. Pfarrer Schaaf überreichte ihr dafür Blumen. Handarbeiten, eine Tombola, ein Buchflohmarkt, Bastelangebote für Kinder, ein Eintopfangebot, Kaffee und Kuchen und mehr prägten das bunte Geschehen.

30 Prozent der Einnahmen gelten der Sanierung des Turmes der Gleiberger Katharinenkirche, 70 Prozent sind als Hilfe für Burkina Faso vorgesehen.



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