22. Juli 2018, 08:45 Uhr

Drohnen

Für das Drohnenfliegen gelten klare Gesetze

In Linden durften die Kinder bei den Ferienspielen nun Drohnen fliegen. Doch auch hierfür gibt es klare Vorschriften, was erlaubt und was tabu ist.
22. Juli 2018, 08:45 Uhr
Der Pilot muss die Drohne immer im Blick haben.

Drohnen, Lasergewehre und SpaceTaxis – in der Volkshalle in Leihgestern ging es futuristisch zu: Denn diese Gerätschaften durften die Lindener Ferienspielkinder nun ausprobieren. Gemeinsam mit der Firma GeoFun aus Lautertal hatte die Jugendpflege für junge Drohnen-Piloten – oder solche die es bald werden wollen – ein spannendes Erlebnis vorbereitet.

 

Fliegen über Grundstücke verboten

 

Bevor sich Kinder jetzt eigene Drohnen zulegen, sollten einige Dinge beachtet werden. Denn was viele nicht wissen: Auch wenn viele Drohnen als Spielzeug verkauft werden, gibt es einige gesetzliche Beschränkungen für die Piloten. Dazu gehört zu aller erst eine Haftpflichtversicherung. Denn will man eine Drohne in Deutschland im Außenbereich fliegen, ist eine solche Versicherung Pflicht. Bei sehr schweren Fluggeräten (über zwei Kilogramm) ist zudem ein Kenntnisnachweis des Piloten notwendig, die von einer vom Luftfahrtbundesamt befähigte Stelle oder durch einen Verband für Modellflug ausgestellt werden kann. Auch ansonsten gibt es einige Einschränkungen für Drohnenpiloten: Die maximale Flughöhe beträgt 100 Meter und die Drohne muss sich immer in Sichtweite befinden. Auch darf man mit den Geräten nicht über Wohngrundstücken (außer eine ausdrückliche Erlaubnis liegt vor) oder sensiblen Bereichen wie Einsatzorten von Feuerwehr und Polizei oder Menschenansammlungen fliegen. Auch Flughäfen sind selbstverständlich tabu.

Auch in Linden hieß es »Sicherheit first«: Zunächst stand eine kurze Einweisung der 22 Kinder durch Christian Eller von GeoFun auf dem Plan: Denn die richtige Bedienung der will gelernt sein. Um das etwas einfacher zu machen, waren die Drohnen in ihrer Bedienung leicht eingeschränkt, so dass auch keine besonderen Tricks oder Stunts mehr möglich waren. Außerdem wurden die Fernbedienungen nicht übergeben, sondern auf dem Boden abgelegt, wenn man die Fluggeräte zurückholte. Dadurch wird verhindert, dass noch irgendwelche Finger im Spiel sind, wenn die Rotoren starten. Im Anschluss ging es in Gruppen an die verschiedenen Spielstationen in der Halle.

 

Hindernisparcours in Halle

 

Damit das alles noch etwas spannender wurde, gab es einen kleinen Hindernisparcours und Aufgaben, die die Kinder mit den Drohnen bewältigen mussten: Spielkarten aufheben, eine Hürde unterfliegen oder eine gezielte Landung – alles nicht ganz so einfach, wie es aussieht. Das wichtigste dabei: Der Spaß für alle Teilnehmer. Und wer gerade nicht mit einem der beiden Drohnen-Modelle fliegen konnte, auf den warteten auch andere Aufgaben: Ein Pedalo-Parcours und ein Schießwettbewerb mit Lasergewehren stellten die Ferienspielkinder vor ganz eigene Herausforderungen.

Aber das Highlight des Tages war ganz deutlich das Fliegen mit den kleinen Drohnen in der Halle. Zwei verschiedene Typen konnten die Kinder ausprobieren: Einen normalen Quadrocopter und das etwas anspruchsvollere SpaceTaxi.

 

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