23. Februar 2018, 21:35 Uhr

Für Wohnraum in alten Ortskernen

23. Februar 2018, 21:35 Uhr

Die CDU-Kreistagsfraktion beleuchtet seit Monaten das Thema »Innenentwicklung« in den Kommunen des Lumdatals. Es geht ihr um das Schaffen von neuem Wohnraum in den alten Ortskernen. Die CDU-Fraktion Staufenberg wird demnächst im Finanzausschuss und Stadtparlament einen Antrag stellen, der »Erneuerungsgebiete« für Wohnraum in den Kernbereichen der Stadtteile vorsieht, in allen Stadtteilen zusätzliche Neubauflächen sowie für Mainzlar und Treis neue Gewerbegebiete.

Fraktionsvorsitzender Wilfried Schmied und einer der Stellvertreter, Christian Knoll, erläuterten bei einem Pressetermin das Konzept. Vorhandene Reserveflächen seien fast aufgebraucht, sagte Schmied. Zuletzt wurde »Am Falltor« (Treis) neu gebaut, der alte Reitplatz (Staufenberg) wird soeben für zwölf bereits verkaufte Baugrundstücke erschlossen, und »Am Schautanz« (Nahtstelle Mainzlar/Daubringen, siehe Foto oben) sind nun zwischen 20 und 30 Plätze vorgesehen.

Aufgrund der anhaltend großen Baulandnachfrage im Staufenberger Rathaus solle die Stadt sich mit dem Regierungspräsidium abstimmen, um eine Neuversion des städtischen Flächennutzungsplans zu erstellen, rät Schmied. Die seit 1991 gültige Fassung des Flächennutzungsplans stamme aus den 80er Jahren. Weil der übergeordnete Plan Voraussetzung sei für das Ausweisen neuer Bau- und Gewerbeflächen, will Schmied die Sache baldigst ankurbeln. Bis ein aktualisierter Flächennutzungsplan stehe, könnten rund acht Jahre vergehen.

Umdenken beim Denkmalschutz

Schmied fürchtet unterdessen den Stillstand für Staufenberg. Zwei Gründe mehr nennt Knoll, um zwischenzeitlich Möglichkeiten in den Ortskernen auszuschöpfen: Landverbrauch durch Neuflächen (Ökologie) und natürliche Grenzen von Neubauland (Raumordnung). Infrage kommende Neubauflächen im neuen Flächennutzungsplan lägen wunschgemäß in Staufenberg und Mainzlar jeweils im Osten, in Daubringen »Am Schautanz« nach Süden erweitert und in Treis »Am Falltor« ebenso.

Eine Gewerbefläche zwischen Didier und dem östlich gelegenen Waldrand könne etwa sechs Hektar groß werden, meint Schmied. Die Treiser Sandgrube könne in Richtung Mainzlar erweitert und der vorhandene Verbindungsweg bis Didier befestigt werden, damit die Lkw künftig nicht mehr durch Treis führen sondern bei Mainzlar auf die Ortsumfahrung. Um Bauflächen aus den in der Regel kleinteiligen Parzellen der Ortskerne zu erhalten, empfiehlt Schmied der Denkmalschutzbehörde des Landkreises ein Umdenken.

Mitte der 80er Jahre seien Häuser, Scheunen, Ställe unter Schutz gestellt worden. Damalige Kriterien müssten mittlerweile differenziert betrachtet werden. Nicht alles was behördlich unter Schutz stehe, sei tatsächlich auch schützenswert, so Schmied. Er schlägt vor, dass ein erfahrenes Sanierungsbüro von der Stadt beauftragt wird, den Kontakt mit der Behörde und den Eigentümern herzustellen. (vh/Foto: vh)

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