29. August 2019, 22:23 Uhr

Für Radler unbefriedigend

29. August 2019, 22:23 Uhr
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Von Rüdiger Soßdorf

Die Ein- und Ausfahrt am Rodheimer Rewe-Markt war von Anbeginn an ein Ärgernis und zugleich ein Gefahrenpunkt insbesondere für Radler. Denn der Radweg wird dort vom Autoverkehr gekreuzt.

Um die Situation etwas zu entschärfen und für sich die Haftungsfrage zu klären, hat die Gemeinde Biebertal jetzt Stop-Markierungen auf dem Radweg aufgebracht. Das zum Leidwesen der Radler, die eigentlich ungehindert durchrollen wollen.

Thema war’s in der jüngsten Bürgerversammlung, wo Bernd Goecke, ehedem Grünen-Gemeindevertreter, darauf verwies, das laut Allgemeiner Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung eigentlich klar geregelt ist, dass die aus einer Grundstückszufahrt herausfahrenden Fahrzeuge nicht vorfahrtsberechtigt sind. So wie dies etwa wenige Meter weiter bei der Rettungsstation oder auch bei den Gewerbebetrieben von Schunk oder Rinn in Heuchelheim der Fall ist. In Biebertal, so Goeckes Klage, werde dies jedoch ins Gegenteil verkehrt und die herausfahrenden Autos erhielten die Vorfahrt und blockierten den stetigen Radverkehr.

2014 und 2015 war die neuralgische Stelle Thema in Verkehrsschauen - seinerzeit mit teils widerstreitenden Empfehlungen. Denn einzubeziehen ist auch die direkt dort situierte Bushaltestelle. Deshalb endet offiziell der Rad- und Gehweg ortseinwärts von Heuchelheim her kommend an der Einfahrt zum Einkaufsmarkt. Heißt eigentlich, dass Radler dort anhalten und gegebenenfalls absteigen müssten. Das erscheint aber eher wirklichkeitsfremd. Ergo jetzt die Stop-Piktogramme auf dem Weg.

Vor Wochenfrist wurde das Thema erneut in einer Verkehrsschau aufgerufen. Erneut haben sich alle Beteiligten darauf verständigt, sich weitere Gedanken zu machen und nach Lösungen zu suchen. So lange bliebt es erst einmal wie es ist.



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