17. März 2017, 19:25 Uhr

Frühe Planung lohnt sich

17. März 2017, 19:25 Uhr
Der Hochzeitstag sollte mit der schönste Tag im Leben sein. Das darf gerne etwas kosten. (Foto: dpa)

Kleid, Ringe, Torte, Einladungskarten, Essen, Getränke, Unterhaltung: Bei einer Hochzeit kommt einiges an Ausgaben zusammen – und die Feier kann Unsummen an Geld verschlingen. Aber es gibt auch viele Sparmöglichkeiten. Damit die Kosten für die Hochzeit überschaubar bleiben, lohnt sich eine frühe Planung. »Mindestens ein Jahr, besser jedoch anderthalb Jahre vor dem Hochzeitstermin sollte ein Paar beginnen«, sagt Sonja Schulz vom Hochzeitsportal24. Hier einige Tipps:

Zeitpunkt wählen: Die Wahl des Wochentags, an dem geheiratet wird, kann erhebliche Auswirkungen auf die Kosten haben. Oft seien »die Preise für Räumlichkeiten oder Gaststätten unter der Woche mit Abstand günstiger als an den beliebten Tagen Freitag und Samstag«, erklärt Schulz.

Richtigen Ort finden: Die Jahreszeit bestimmt den Ort mit. Im Frühjahr oder Sommer kann das Paar die Hochzeit etwa im Garten feiern. »Ein paar Pavillons, Stühle und Tische kann man preiswert mieten«, erklärt Jens Thielen vom Portal Hochzeits-finanzierung.de. Dann muss es einen Plan B geben, damit die Feier bei Regen nicht ins Wasser fällt – etwa ein großes Zelt. Oder man wählt wetterunabhängige Orte zum Feiern wie Vereinsheime oder Gemeindesäle.

Budget im Blick behalten: »Eine Hochzeitsfeier kostet im Schnitt zwischen 10 000 und 13 000 Euro«, erklärt Schulz. Manche richten aber auch mit einem Budget von nur 3000 Euro ein Fest aus, ergänzt sie. Nach oben gibt es keine Grenzen. »Damit Paare später keine Kostenexplosion erleben, ist es wichtig, von vornherein mit realistischen Preisen zu kalkulieren«, rät Mauritz. Klar: Je weniger Gäste kommen, desto günstiger wird es.

Einladungen und Deko: Sparen kann das Paar, wenn es Deko, Einladungen oder Menükarten selber gestaltet. »Allerdings ist das oft mit viel Aufwand verbunden und sieht auch im Ergebnis oftmals nicht so schön aus, wie man es sich vorgestellt hat«, erklärt Mauritz. Wer für so etwas kein Händchen hat, sollte Freunde fragen oder die Preise von professionellen Anbietern vergleichen.

Brautkleid und Anzug: Brautkleider sind in vielen Preisklassen zu haben. Schulz rät aber davon ab, ein Kleid über einen Onlineshop in Asien zu bestellen. Oft seien die Qualität des Stoffes und eine gute Verarbeitung nicht gewährleistet. »Günstige Brautkleider sind in Second-Hand-Geschäften zu haben«, erklärt Mauritz. Gleiches gilt auch für den Festtagsanzug – auch wenn die Auswahl an Größen nicht allzu groß ist.

Musik aussuchen: Ein DJ ist oft günstiger als eine Band. Günstige Hilfe kann man über einen Studentenjobservice finden, sagt Thielen. »Allerdings kann ein günstiger DJ auch ein Fehlgriff sein, weil er vielleicht nur wenig Erfahrung hat«, gibt Mauritz zu bedenken. Thielen ergänzt: »Notfalls reicht die eigene Stereoanlage auch völlig aus.«

Essen servieren: Die Verpflegung bei einer Hochzeitsfeier ist ein großer Kostenfaktor. Statt Snacks beim Sektempfang sind Obstteller eine Alternative. Die Hochzeitstorte kann man statt beim teuren Konditor auch bei Bäckereien ordern, die sich auf Torten spezialisiert haben – »das ist oft günstiger«, erklärt Thielen. Für das Abendessen bietet sich ein kalt-warmes Buffet an. Das Paar sollte Angebote von Partyservices, aber auch von Metzgereien und Betriebskantinen einholen.

Getränke: »Manche Caterer und Partyservices bieten eine Pauschale an«, sagt Schulz. Äußerst günstig ist es häufig, Getränke auf Kommission zu kaufen. Dann bezahlt das Paar nur das, was sie und ihre Gäste konsumieren. Ein weiterer Tipp: Eventuell auf Spirituosen verzichten – die können auch ganz schön ins Geld gehen.

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