01. Februar 2017, 12:00 Uhr

Horlofftalbahn

Frischer Fahrtwind für stillgelegte Strecke

Die Ergebnisse der Nutzen-Kosten-Untersuchung zur Reaktivierung der Horlofftalbahn hat auch im Hungener Rathaus für Freude gesorgt.
01. Februar 2017, 12:00 Uhr
Die Abfahrt der reaktivierten Horlofftalbahn vom Hungener Bahnhof ist wieder ein Stück wahrscheinlicher geworden. (Foto: Archiv)

Die von der im öffentlichen Nahverkehr erfahrenen Firma Intraplan durchgeführte wirtschaftliche Überprüfung ergab, dass aus gesamtwirtschaftlichen Gesichtspunkten die Maßnahme einer Reaktivierung als vorteilhaft zu beurteilen ist. Jedoch hat sich auch gezeigt, dass hinsichtlich des erforderlichen Investitionsbedarfes in die baulichen Anlagen der Strecke eine noch detailliertere Untersuchung notwendig ist.

Entsprechend erfreut zeigte sich Wengorsch gemeinsam mit seinem Wölfersheimer Amtskollegen Rouven Kötter nun über das positive Zwischenergebnis. »Die Chancen für eine Reaktivierung der Horlofftalbahn und damit die Stärkung und Entwicklung des hiesigen Raumes müssen genutzt werden, um den Bürgern auch zukünftig einen attraktiven Lebensraum bieten zu sowie die geschaffenen Infrastruktur- und Immobilienwerte erhalten zu können«, so beide Bürgermeister unisono.

Neue Ergebnisse im Herbst

Die Bahnstrecke mit Gleisanlagen zwischen Hungen und Wölfersheim wurde nach Stilllegung durch die DB von den beiden Kommunen im Jahre 2011 für eine mögliche zukünftige Reaktivierung erworben. Zur gesetzlichen Absicherung der Bahnanlagen wurden seit 2011 rund 110.000 E von beiden Kommunen investiert. Dies ist kein geringer Beitrag der beiden Kommunen für den Chancenerhalt einer Reaktivierung der Horlofftalbahn, sagte Hungens Bürgermeister Rainer Wengorsch.

Begleitet wurde die Untersuchung durch einen Facharbeitskreis, der sich aus den beiden Kommunen Hungen und Wölfersheim, aus Vertretern des RMV, des ZOV, des Hessischen Wirtschaftsministeriums, der DB Netz AG, der Rhein-Sieg-Eisenbahn und Hessen-Mobil zusammengesetzt hat. Die Ergebnisse der neuen Nutzen-Kosten-Untersuchung liegen seit Anfang des Jahres vor und stimmen die Befürworter einer Reaktivierung optimistisch. Demnach übersteigen die Nutzen der Maßnahme die Kosten.

Aufgrund des nun vorliegenden guten »Zwischenergebnisses« hat der RMV beschlossen, eine Vorplanung zur Reaktivierung der Horlofftalbahn in Auftrag zu geben an der sich der ZOV finanziell beteiligen wird. Hierbei soll der Investitionsbedarf in die Gleis- und Signalanlagen der zu reaktivierenden Strecke genauer unter die Lupe genommen werden. Mit Ergebnissen ist dann im Herbst 2017 zu rechnen. Die Ergebnisse der Vorplanung werden dann in eine aktualisierte Nutzen-Kosten-Untersuchung eingehen. Sollte dies ebenfalls zu einem positiven Ergebnis führen, ist mit einer Bezuschussung seitens des Landes Hessen für die notwendigen Investitionen zu rechnen. Für Wengorsch und Kötter sieht es aktuell danach aus, als würden sich die Investitionen ihrer Kommunen in die Bahnstrecke am Ende des Tages auszahlen.

Schlagworte in diesem Artikel

  • Bahngleise
  • DB Netz AG
  • Gutachten
  • Herbst
  • Hessen Mobil
  • Investitionsbedarf
  • Maßnahmen
  • Optimismus
  • Rathäuser
  • Rouven Kötter
  • Schienenstrecken
  • Schließungen
  • Öffentlicher Nahverkehr
  • Hungen
  • Redaktion
  • Schlagwort zu
    Meine Themen

    Sie haben bereits 15 Themen gewählt

    Sie folgen diesem
    Thema bereits

Klicken Sie auf ein Schlagwort, um es zu „Meine Themen” hinzuzufügen oder weitere Inhalte dazu zu sehen.


0
Kommentare | Kommentieren

Bilder und Videos